Die Vogelgrippe ist jetzt auch in Mainz und im Kreis Mainz-Bingen angekommen. Wie die zuständige Behörde mitteilte, wurde das Vogelgrippevirus bei zwei Wildvögeln nachgewiesen.
Betroffen war ein toter Reiher in Bingen sowie ein Schwan in Mainz-Weisenau. Diese Funde haben die zuständigen Veterinärämter dazu veranlasst, die bereits in anderen Teilen Rheinhessens geltende Stallpflicht auszuweiten.
Geflügel in Rheinhessen muss dauerhaft in Ställe
Die neue Regelung betrifft sowohl gewerbliche als auch private Geflügelhalter. Sie sind verpflichtet, ihre Tiere dauerhaft in geschlossenen Ställen oder unter geschützten Vorrichtungen unterzubringen.
Darüber hinaus gelten strenge Vorschriften für den Umgang mit den Tieren. Geflügelhalter müssen beim Betreten der Ställe entsprechende Schutzkleidung tragen. Geflügelmärkte und Ausstellungen sind bis auf Weiteres verboten. Futter- und Wasserstellen müssen so gesichert sein, dass keine Wildvögel Zugang haben. Ställe müssen zum Beispiel mit Hygieneschleusen gesichert werden.
Mehr als 80 bestätigte Fälle Vogelgrippe: Erreger breitet sich bei Wildvögeln weiter aus
In Rheinland-Pfalz steigt die Zahl der Vogelgrippe-Fälle unter Wildvögeln weiter an. Als Schutzmaßnahme für Hausgeflügel gilt inzwischen fast landesweit eine Stallpflicht.
Vogelgrippe breitet sich auch in Nachbarregionen aus
Neben Rheinhessen betrifft die Stallpflicht seit Dienstag auch die Stadt Wiesbaden. Mehrere tote Wildvögel wurden im Rheingau-Taunus-Kreis positiv auf das Virus getestet. Hier fehlt noch die Bestätigung vom vom Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), dem Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit.
Im Kreis Bad Kreuznach werden derzeit ebenfalls mehrere tote Wildvögel untersucht. Bereits seit einigen Tagen gilt die Stallpflicht im Kreis Alzey-Worms.
Gefahr für den Menschen ist gering
Das Robert-Koch-Institut schätzt die Gefahr für Menschen durch das Vogelgrippe-Virus zu erkranken als sehr gering ein.
Die Vogelgrippe, auch bekannt als Aviäre Influenza, wird durch verschiedene Unterarten des Grippevirus ausgelöst. Die jüngste Ausbreitung betrifft vor allem Wildvögel, die als Überträger des Virus gelten. Besonders Geflügelbestände sind gefährdet, da die Krankheit in kurzer Zeit ganze Bestände befallen und zu hohen Verlusten führen kann.
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