Die rheinland-pfälzische Landesregierung überlegt, beim Wiederaufbau in den Hochwassergebieten Fachkräfte aus anderen Bundesländern zu bitten. Das erklärte die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt (FDP).
Demnach werde es eine Herkulesaufgabe, geeignetes Personal zu finden, auch wenn das dafür notwendige Geld vorhanden sei. Nachgedacht werde über einen Aufruf an andere Bundesländer, Rheinland-Pfalz mit Fachkräften aus den eigenen Verwaltungen und landeseigenen Betrieben zu unterstützen, so Schmitt. Denkbar seien etwa Patenschaften mit bestimmten Regionen.
Flutkatastrophe im Ahrtal 2021 Der Hochwasser-Blog für RLP zum Nachlesen
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"Private Baumaßnahmen hinten anstellen"
Zudem werde die Solidarität aller Menschen im Land und auch im gesamten Bundesgebiet gebraucht. Das gelte auch für die Vergabe von privaten Aufträgen, wenn Bauherren möglicherweise Verständnis dafür aufbringen müssen, dass es etwa mit einer Badsanierung länger dauern kann, weil Handwerker zunächst ein Haus aufbauen, so Schmitt.
Und das gelte auch bei öffentlichen Vorhaben. Allerdings betonte sie, dass weit fortgeschrittene Infrastrukturprojekte des Landes auch umgesetzt würden. "Hier wird es keine Verzögerung geben." Es werde darum gehen, wie die Gesellschaft in der Krise zusammengehalten werden könne, so die Ministerin. "Wir müssen Vorhaben priorisieren", betonte sie.