Laut einer Vergleichs-App kostet etwa ein Goldhase einer Markenfirma in der 100 Gramm Version 70 Cent mehr als noch vergangenes Jahr - das sind 16 Prozent mehr. Andere Markenhasen sind bis zu 22 Prozent teurer als letztes Ostern.
Die großen Marken begründen dies oft mit dem Zeitpunkt ihrer Vertragsgestaltung. So haben man die Verträge mit den Kakao-Anbietern bereits vergangenes Jahr gemacht, sagt etwa Lindt-Sprüngli: Veränderungen auf den Rohstoffmärkten würden dann auch erst mit zeitlichem Abstand wirksam. Auf das aktuelle Ostergeschäft habe dies keinen Einfluss.
Trotz gesunkener Kakaopreise Teure Schokolade zu Ostern in der Westpfalz
In der Westpfalz müssen Kunden für Osterhasen deutlich tiefer in die Tasche greifen. Und das, obwohl der Kakaopreis zuletzt gesunken ist.
Auch wenn viele Käufer für die derzeit hohen Preise wenig Verständnis haben - mancherorts sind die teuren Markenhasen in der 100-Gramm-Variante schon ausverkauft.
Osterhasen in Handarbeit - von Kunden nachgefragt
Mitunter sind Käufer auch bereit, noch deutlich mehr zu zahlen. Dann nämlich, wenn die Schokohasen nicht industriell vom Band kommen, sondern in Handarbeit hergestellt werden. Wie etwa in der Konditorei Raab in Trier. Dort kostet der 100-Gramm-Hase sogar mit 7,20 Euro noch einiges mehr als sein industriell gefertigter Kollege. Was die Produktion bei ihm teuer macht, sei nicht der hohe Rohstoffpreis - sondern die Handarbeit, sagt Konditormeister Stephan Raab. Und für die ist der Kunde offenbar noch immer bereit, etwas mehr zu zahlen.