Weltfrauentag

Politiker in Rheinland-Pfalz kritisieren Diskriminierung von Frauen

Ministerpräsident Schweitzer hat die Bedeutung des Frauentags gewürdigt. Für die Gleichberechtigung gebe es aber noch einiges zu tun. Ein großes Problem sei auch häusliche Gewalt.

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Stand

Aus Sicht von Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) hat der Weltfrauentag zwei Seiten: Zum einen gebe er Gelegenheit, die Errungenschaften der Frauenbewegung zu feiern. Zum anderen sei es ein Tag, um auf die anhaltenden Ungerechtigkeiten, Diskriminierungen und Gefahren aufmerksam zu machen, denen Frauen ausgesetzt sind.

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Schweitzer: Problem häusliche Gewalt

Dazu gehört laut Schweitzer das erschreckende Ausmaß an häuslicher und geschlechtsspezifischer Gewalt. Alle drei Minuten erlebe eine Frau oder ein Mädchen in Deutschland häusliche Gewalt. Jeden dritten Tag werde eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet. Das müsse aufhören, forderte der Ministerpräsident. Mit der vor kurzem vom Bundestag beschlossenen Verabschiedung des Gewalthilfegesetzes gebe es erstmals einen Rechtsanspruch auf Schutz und Beratung für von Gewalt betroffene Frauen, so Schweitzer.

Schnieder: Weiter keine Gleichberechtigung

Der Landesvorsitzende der CDU, Gordon Schnieder betonte, dass die Gleichstellung der Geschlechter noch immer nicht erreicht sei. Es müsse weiterhin entschlossen daran gearbeitet werden, die Rechte und Chancen von Frauen in allen Bereichen zu stärken.

Hering: Frauen unterrepräsentiert

Der rheinland-pfälzische Landtagspräsident Hendrik Hering (SPD) weist darauf hin, dass Frauen trotz wichtiger Fortschritte weiterhin in vielen Bereichen von Politik und Verwaltung unterrepräsentiert sind. So liege der Frauenanteil im neu gewählten Bundestag bei lediglich rund 32 Prozent. Dies bedeute einen Rückgang über zwei Prozentpunkte gegenüber der vorherigen Wahlperiode. Damit sei der Frauenanteil fast genauso niedrig wie im Jahr 1998, so Hering.

Nur 25 weibliche Abgeordnete im Landtag

Auch im rheinland-pfälzischen Landtag spiegele sich dieses Ungleichgewicht wider. Von insgesamt 101 Abgeordneten seien derzeit lediglich 25 Frauen. Seit 2011 sei ihre Anzahl rückläufig. Positiver sehe die Situation in der Verwaltung des rheinland-pfälzischen Landtags aus: Von 225 Mitarbeitenden seien 141 Frauen, auch in den Führungspositionen seien Frauen stark vertreten. Landtagspräsident Hering sagte, die historisch gewachsene Ungleichverteilung in der Politik und in den Parlamenten müsse gezielt abgebaut werden. Parteien, Institutionen und Verwaltungen trügen eine besondere Verantwortung, Strategien zu entwickeln, die Frauen gleiche Chancen eröffnen.

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SWR