Hunde bellen, als Mitarbeiter deren Gehege im Trierer Tierheim betreten. Manche Tiere laufen direkt ans Gitter, andere ziehen sich ängstlich zurück.
Einige der Hunde sind aggressiv. Für das Tierheim ist es nicht leicht, für sie neue Besitzer zu finden. Das ist aber nicht immer so. Die Mitarbeiter sind sich sicher, dass die meisten Bewohner des Tierheims künftig ein neues Zuhause finden werden.
Hunde brauchen mehr Platz
Sorgen bereitet ihnen aber der Zustand der Anlagen für die Hunde. Die Gebäude stammen aus den 1980er Jahren. Die Dächer sind marode und teils mit Asbest belastet. Die Heizung ist veraltet.
Die Quarantänestation entspreche schon lange nicht mehr den Standards, sie ist zu klein. Dort kommen Hunde unter, die frisch aufgenommen wurden. Sie sind dann isoliert von den anderen Tieren, falls sie an Krankheiten leiden. Nach ein paar Wochen können sie in die normale Unterbringung.
Anlagen im Tierheim müssen modernisiert werden
Die Sanierung der Hundehäuser soll den Tieren mehr Licht, Luft und Platz verschaffen. Und das Tierheim möchte so Energie sparen. Denn die Heizungsanlage ist auch veraltet. Die Hunde haben zwar schöne Auslauf-Gehege. Aber insgesamt ist die Bausituation schwierig. Das Gelände liegt teils an einem Abhang. Daher gibt es nur wenig Platz insgesamt.
Bessere Arbeitsabläufe für die Tiere in Trier
Die Ausrichtung und Funktion der Häuser machen effiziente Arbeitsabläufe schwierig. Auch das soll verbessert werden mit dem Umbau. Eine Architektin hat schon Pläne gemacht und es gibt auch schon eine Baugenehmigung. Bald sollen die ersten beiden der insgesamt sechs Hundehäuser umgebaut werden.
Hunde während Sanierung abgeben
38 Hunde sind dort derzeit untergebracht. In der Zeit der Sanierung müssen voraussichtlich einige der Hunde in anderen Tierheimen untergebracht werden, sollten sie bis dahin nicht an Privatleute vermittelt sein. Bekannt ist, dass sich seit der Corona-Pandemie die Lage vieler Haustiere verschlechtert hat.
Viele Menschen schafften sich damals Hunde an. Jetzt, wo sich alles normalisiert hat, hätten sie aber keine Zeit mehr, sich um ihre Haustiere zu kümmern. Viele Tiere wurden dann abgegeben. Manche wurden auch einfach ausgesetzt.
Kaum noch Platz für ausgesetzte Katzenbabies Tierheim in Altrich schlägt Alarm
Die Lage ist angespannt: In den Tierheimen der Region Trier werden täglich ausgesetzte Katzenjunge abgegeben - die Heime stoßen an ihre Grenzen sowie in Altrich.
Not der Tiere in Trier lindern
Die Tierheime können das kaum noch bewältigen. Wenn dann auch noch die Gebäude in die Jahre gekommen sind, macht das die Situation noch schwieriger. Ministerin Katrin Eder sagt, deswegen habe das Land Rheinland-Pfalz im letzten Haushalt auch das Geld für die Unterstützung der Tierheime erhöht. Denn es sei auch eine öffentliche Aufgabe, mit Tieren gut umzugehen.
Förderbescheid für Sanierung der Hunde-Anlage
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Tierheim freuen sich über den Förderbescheid über 400.000 Euro. Allerdings sind weiterhin Spenden nötig, um den Umbau zu finanzieren. Allein für den ersten Bauabschnitt rechnet der Vorstand im Tierheim mit rund einer Million Euro.
Annette Massing vom Tierschutzverein sagt, die Erneuerung sei schon seit Jahren angedacht. Schon mehrere Vorstände des Vereins hätten immer wieder angefangen, eine Hundeanlage zu planen. Aber es habe irgendwie nie so richtig funktioniert. Jetzt aber sei man guten Mutes, damit die Gebäude für die Hunde endlich angegangen werden.