Seit einem Monat rollen in der Nähe von Dreis-Brück im Kreis Vulkaneifel die Bagger. Die Vorarbeiten für den sogenannten A1-Lückenschluss laufen. So ist bereits eine Baustraße fertig, über die künftig Baustellenfahrzeuge zur eigentlichen Baustelle gelangen können.
Jetzt haben Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) und Vertreter der Autobahn GmbH den weiteren Zeitplan für das Großprojekt vorgestellt. Demnach soll ab Ende 2028 der ungefähr zehn Kilometer lange erste Teilabschnitt zwischen den Anschlussstellen Kelberg und Adenau ausgebaut werden. "Wir haben dafür sechs Jahre Bauzeit vorgesehen", sagt Athanasios Mpasios von der Autobahn GmbH.
Geschützte Tiere werden vor Bauarbeiten umgesiedelt
Bevor die Bauarbeiten auf der A1 losgehen, müssen zum Beispiel besonders geschützte Tiere wie Haselmaus oder Schwarzstorch umgesiedelt werden. Die Tiere sollen eine neue Heimat auf sogenannten Ausgleichsflächen bei Heyroth, Nohn und Dreis-Brück finden.
Kampfmittelräumdienst findet verdächtige Objekte
Auch der Kampfmittelräumdienst hat die geplante Autobahntrasse untersucht. Laut der Autobahn GmbH wurden 130 verdächtige Objekte unter der Erde entdeckt, die zunächst untersucht werden. Der Kampfmittelräumdienst vermutet, dass es Fliegerbomben oder Patronenhülsen aus dem 2. Weltkrieg sein könnten. Außerdem haben Archäologen einen Ofen aus der Römerzeit gefunden.
Bauabschnitte in NRW in der Planung
Zwischen Kelberg und Blankenheim in Nordrhein-Westfalen klafft seit Jahrzehnten eine 25 Kilometer Lücke in der A1. Im November des vergangenen Jahres hatte das Bundesverwaltungsgericht eine Klage von Umweltschützern gegen den ersten Abschnitt des A1-Lückenschlusses abgewiesen.
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Somit darf in Rheinland-Pfalz die Autobahn ausgebaut werden. Zwei weitere Abschnitte, die sich in Nordrhein-Westfalen befinden, werden dem Bundesverkehrsministerium zufolge noch geplant. Die Gesamtkosten für den gesamten Lückenschluss beziffern sich auf mehr als eine Milliarde Euro.