Verkehrsunfallbilanz 2025

Weniger Unfälle in RLP, aber mehr Tote und Verletzte

Die Zahl der Verkehrsunfälle im Land ist 2025 leicht gesunken. Doch die Zahl der Unfälle mit Toten und Verletzten ist gestiegen. Das geht aus der Verkehrsunfallbilanz hervor, die das Innenministerium in Mainz vorgestellt hat.

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Besonders der Anstieg der Zahl bei den tödlich Verunglückten mache deutlich, dass die Anstrengungen für mehr Verkehrssicherheit weiter verstärkt werden müssten, so das Innenministerium.

Ebling: Steigende Zahl tödlicher Unfälle Alarmsignal

"Jeder Mensch, der im Straßenverkehr sein Leben verliert, ist einer zu viel. Die aktuellen Zahlen sind ein klares Alarmsignal und zugleich ein Auftrag zum Handeln. An unserem Ziel der Vision Zero halten wir unverändert fest. Wir werden alles daransetzen, die Verkehrssicherheit weiter zu verbessern", sagte Innenminister Michael Ebling (SPD).

158 Tote, darunter drei Kinder und 55 Senioren

Nachdem die Zahl der Verkehrstoten in den vergangenen Jahren gesunken war, stieg sie 2025 wieder an. 158 Menschen kamen ums Leben, also 28 oder 21,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Darunter waren drei Kinder und 55 Senioren. Insgesamt registrierte die Polizei 139.065 Verkehrsunfälle. Das entspricht einem Rückgang von 0,5 Prozent.

Die Zahl der Unfälle mit Personenschaden stieg um knapp 5 Prozent auf 14.106. Bei den verunglückten Menschen stieg die Zahl der Schwerverletzten um 4,4 Prozent auf 2.521 und die der Leichtverletzten um 2,7 Prozent auf 15.128.

Die meisten Unfälle mit jüngeren Verkehrsteilnehmern

Dabei seien junge Fahrende weiterhin überproportional an den Unfällen beteiligt gewesen. Deutlich zugenommen hätten zudem Unfälle mit Elektro-Kleinstfahrzeugen sowie mit Fahrrädern, Zweirädern und Lkw.

Unfallursachen oft überhöhtes Tempo und Alkohol

Durchschnittlich ereigneten sich 380 Verkehrsunfälle pro Tag. Schwere Verkehrsunfälle gab es besonders häufig auf Landstraßen und Bundesstraßen. Die Gründe dafür waren meistens nicht angepasste Geschwindigkeit, zu geringer Sicherheitsabstand und Alkoholeinfluss.

Ablenkung durch Smartphones - Dunkelziffer hoch

976 Verkehrsunfälle wurden durch Ablenkung ausgelöst. Diese wird bislang in vergleichsweise wenigen Fällen als nachweisbare Unfallursache erfasst. Die Polizei geht aber von einer hohen Dunkelziffer aus - gerade was die Nutzung von Smartphones und anderer digitaler Medien während der Fahrt betrifft. "Ablenkung ist eine ernstzunehmende Gefahr. Moderne Technik und gezielte Prävention helfen uns, hier noch wirksamer gegenzusteuern", betonte Ebling. Rheinland-Pfalz setze mit der MONOcam, die inzwischen landesweit zur Verfügung stehe, bundesweit Maßstäbe.

Rheinhessen

Seit zwei Monaten im Einsatz Handy am Steuer - Monocam "blitzt" fast 450 Menschen in Rheinhessen

Seit Anfang Juli ist die sogenannte Monocam auf der A60 bei Ingelheim und auf der A61 bei Gundheim im Einsatz. Dabei konnte sie bereits 437 Handy-Verstöße feststellen.

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Neben der Verkehrsüberwachung bleibe Prävention ein zentraler Baustein. Die Polizei werde weiter konsequent kontrollieren und präventiv wirken, sagte Ebling. 2025 seien über drei Millionen Verkehrsüberwachungsmaßnahmen durchgeführt worden. Außerdem seien zehntausende Kinder in der Verkehrserziehung erreicht worden.

Ingelheim

Spezialkamera auf A60 und A61 Handyblitzer Monocam bei Ingelheim und Gundheim im Einsatz

Aufgepasst auf der A60 bei Ingelheim und der A61 bei Gundheim: Wer dort beim Fahren sein Handy nutzt, könnte von einer sogenannten Monocam geblitzt werden - aus gutem Grund.

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RLP

Unfallbilanz 2024 vorgestellt Erneut weniger Verkehrstote in RLP

Auf den Straßen in Rheinland-Pfalz sind im vergangenen Jahr weniger Menschen ums Leben gekommen als 2023. Das hat Innenminister Michael Ebling (SPD) am Dienstag bei Vorstellung der Verkehrsunfallbilanz mitgeteilt.

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SWR

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