Der Ort im Grenzgebiet zu Belgien war im Zweiten Weltkrieg selbst Kriegsschauplatz. Etwas außerhalb des Ortes befindet sich der Ehrenfriedhof, den es seit 1954 gibt.
Auch Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) nahm an der Gedenkfeier teil. "Es ist ein Tag für historisches Gedenken, aber auch ein Tag, der in die Zukunft schaut, der uns mahnt, weiterhin friedliche Europäer zu sein. Weil das ist die Garantie dafür, dass auch die nächsten Generationen in Frieden leben können. Europa ist ein wunderbares Friedensprojekt, wir in Rheinland-Pfalz wissen das besonders gut", sagte Schweitzer.
Zehntausende starben bei Ardennenoffensive der Alliierten
Der Zweite Weltkrieg war in Daleiden besonders präsent. Im Frühjahr 1945 eroberten die Alliierten das Gebiet und hissten in Daleiden ihre Flagge. Bei der Ardennenoffensive waren zuvor zehntausende Soldaten auf beiden Seiten ums Leben gekommen. Um die Erinnerung wach zu halten, nahmen an der Feier auch Grundschülerinnen und Grundschüler teil.
Gedenken auch in anderen Regionen
Auch in weiteren Regionen gab es zahlreiche Gedenkveranstaltungen, so in Trier am Ehrenmal auf dem Hauptfriedhof und in Idar-Oberstein auf dem Alten Friedhof im Stadtteil Idar. In Koblenz gab es nach dem Gedenken auf dem Hauptfriedhof eine Kranzniederlegung am Pulverturm.
In Pirmasens wurde auf dem Ehrenfriedhof auch an die Opfer in den Kriegen in der Ukraine und Gaza gedacht. Ebenso fand auf dem Hauptfriedhof in Kaiserslautern eine Gedenkfeier statt. Kranzniederlegungen gab es bei der zentralen Gedenkfeier des Rhein-Pfalz-Kreises am Friedhof in Dudenhofen. Auch in Landau, Speyer und Frankenthal wurde der Toten gedacht.
Warum gibt es den Volkstrauertag?
Der Volkstrauertag in seiner jetzigen Form wird seit 1950 begangen. Mit ihm wird an die Opfer des Nationalsozialismus und an die Toten der beiden Weltkriege erinnert. Initiiert wurde er vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Sonntag bei der Gedenkveranstaltung im Bundestag ein neu gefasstes Totengedenken gelesen.
80 Jahre nach Kriegsende wurde es in diesem Jahr um zwei Gruppen von Opfern erweitert: Es wurde an Menschen erinnert, die wegen ihrer geschlechtlichen oder sexuellen Identität während des Nationalsozialismus verfolgt und getötet wurden. Und es wurde der Polizistinnen und Polizisten gedacht, die im Einsatz ihr Leben verloren haben.
Der Volkstrauertag fällt immer auf den Sonntag zwei Wochen vor dem ersten Advent. Erstmals wurde er 1922 begangen und war seit 1926 in den meisten Ländern des Deutschen Reichs ein offizieller Gedenktag. Damals fand er fünf Wochen vor Ostern statt. Die Nationalsozialisten erklärten ihn 1934 zu einem Staatsfeiertag und benannten ihn in "Heldengedenktag" um.
Welche Regeln gelten am Volkstrauertag?
Der Volkstrauertag ist ein so genannter stiller Feiertag, ebenso wie der katholische Gedenktag Allerheiligen (1. November) und der evangelische Totensonntag (23. November). An allen drei Tagen gilt in Rheinland-Pfalz ein Verbot von öffentlichen Tanzveranstaltungen, Partys und eingeschränkt auch von Sportveranstaltungen. Die Regeln variieren aber in den einzelnen Bundesländern und es gibt Ausnahmen. So dürfen an allen drei Feiertagen in den Bundesligen von Handball, Fußball, Volleyball und Basketball Spiele ausgetragen werden. An den meisten öffentlichen Gebäuden wehen am Volkstrauertag die Fahnen auf Halbmast.