Am 8. März 2026 werden Wahlhelferinnen und Wahlhelfer Stimmzettel ausgeben und auszählen. Während andere gespannt auf das Ergebnis warten, müssen sie dafür sorgen, dass alles ordnungsgemäß abläuft. Gebraucht werden 80.000 Freiwillige. Aber wie kann man überhaupt Wahlhelfer werden?
- BW-Landtagswahl 2026: Wie wird man Wahlhelfer?
- Welche Voraussetzungen muss man erfüllen?
- Kann man selbst entscheiden, wo man Wahlhelfer wird?
- Kann man als Wahlhelfer Sonderurlaub bekommen?
- Darf man Wahlhelfer werden, wenn man selbst kandidiert?
- Kann man gezwungen werden, Wahlhelfer bei der BW-Landtagswahl zu werden?
- Was muss man beachten, wenn man Wahlhelfer ist?
- Landtagswahl in BW 2026: Was macht ein Wahlhelfer?
- Wie lange muss man am Wahlsonntag bleiben?
- BW-Landtagswahl 2026: Wie hoch ist die Aufwandsentschädigung?
BW-Landtagswahl 2026: Wie wird man Wahlhelfer?
Wahlhelferinnen und Wahlhelfer werden vom Bürgermeister berufen. Das heißt, die jeweilige Gemeinde ist dafür zuständig, nicht das Land. Wer Wahlhelferin oder Wahlhelfer werden möchte, kann sich formlos dort melden. Kontaktangaben und weitere Informationen gibt es auf der Website www.service-bw.de, wenn man dort als Suchbegriff "Wahlhelfer" und beim Ort seine Gemeinde eingibt. Mancherorts wie zum Beispiel in Mannheim, Heilbronn oder Freiburg gibt es auch ein Online-Formular, um sich freiwillig zu melden. Ob man eingesetzt wird, entscheidet die Gemeinde.
Was bewegt jemanden, Wahlhelferin oder Wahlhelfer zu werden? Darüber haben wir mit unserer Instagram-Community gesprochen:
Wahlhelfer bei BW-Landtagswahl: Welche Voraussetzungen muss man erfüllen?
Man muss wahlberechtigt oder Gemeindebediensteter sein. Wahlberechtigt ist bei der Landtagswahl jeder Deutsche, der am Wahltag 16. Jahre oder älter ist, seit mindestens drei Monaten in Baden-Württemberg wohnt - bei mehreren Wohnungen zählt die Hauptwohnung - und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen ist.
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Bei der kommenden Landtagswahl im März 2026 dürfen in BW so viele Menschen wie noch nie zuvor ihre Stimme abgeben. Grund ist auch das Heruntersetzen des Wahlalters auf 16 Jahre.
Kann man selbst entscheiden, wo man Wahlhelfer wird?
Wer sich freiwillig meldet, kann meist auch einen Wunschwahlbezirk angeben. Denn der eigene Wahlbezirk ist nicht automatisch der Wahlbezirk, in dem man eingesetzt wird. Bei manchen Online-Formularen ist das aber nicht möglich. Letztendlich entscheidet die Gemeinde, wo man mithilft.
Kann man als Wahlhelfer Sonderurlaub bekommen?
Das ist nach dem Landtagswahlrecht nicht vorgesehen. Es kann aber aufgrund eines Tarifvertrags ein Recht auf Arbeitsfreistellung oder Sonderurlaub bestehen. Wer helfen will und sonntags arbeiten muss, sollte sich deshalb rechtzeitig bei seinem Arbeitgeber informieren.
Darf man Wahlhelfer werden, wenn man selbst kandidiert?
Wenn man selbst kandidiert, kann man nicht Wahlhelferin oder Wahlhelfer werden. Ist man nur Parteimitglied, tritt aber nicht als Kandidat an, spricht nichts dagegen.
Kann man gezwungen werden, Wahlhelfer bei der BW-Landtagswahl zu werden?
Gibt es nicht genügend Freiwillige, die die Voraussetzungen erfüllen, kann einen die eigene Gemeinde als Wahlhelferin oder Wahlhelfer berufen - auch wenn man sich gar nicht gemeldet hat. Wonach die Menschen ausgewählt werden, ist laut Landeswahlleiterin Cornelia Nesch nicht einheitlich geregelt. Für die Berufung sei der Bürgermeister der jeweiligen Gemeinde zuständig, weshalb sie unterschiedlich gehandhabt werden dürfte, so Nesch. Wird man berufen, erhält man eine Mitteilung über den Wahlbezirk und weitere Informationen zum Ablauf.
Nach dem Landtagswahlgesetz ist jeder Wahlberechtigte verpflichtet, das Amt zu übernehmen. Es darf nur aus wichtigen Gründen abgelehnt werden. Dazu zählt zum Beispiel, dass man älter als 67 Jahre ist. Auch wenn die Fürsorge der eigenen Familie dadurch in besonderer Weise erschwert wird, muss man es nicht übernehmen. Ausnahmen kann es auch bei einer Krankheit, bei einer Behinderung, dringenden beruflichen oder sonstigen wichtigen Gründen geben.
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Was muss man beachten, wenn man Wahlhelfer ist?
Wahlhelferinnen und Wahlhelfer müssen ihr Amt unparteiisch wahrnehmen. Sie dürfen zum Beispiel während ihrer Tätigkeit nichts sichtbar tragen, was auf ihre politische Überzeugung hinweist. Außerdem dürfen sie nicht über ihre Arbeit sprechen. Zu erzählen, dass sie geholfen haben, ist okay. Aber was genau am Wahltag passiert ist, ist tabu.
Was hat man für Aufgaben?
Alle Wahlhelferinnen und Wahlhelfer bilden am Wahltag einen sogenannten Wahlvorstand. Einer von ihnen ist Vorsitzender. Der Bürgermeister oder die Gemeinde unterrichten die Beteiligten vor der Wahl über ihre Aufgaben. Sie kommen im Wahllokal zusammen, wo sie zum Beispiel Stimmzettel ausgeben, kontrollieren, ob die Wählerin oder der Wähler ins Wählerverzeichnis eingetragen ist und den Stimmabgabevermerk im Wählerverzeichnis setzen. Der Schriftführer muss zudem eine Niederschrift anfertigen. Nachdem die Wahllokale geschlossen sind, müssen die Helfer Stimmen auszählen und das Ergebnis ermitteln.
Der SWR berichtet über die Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg auch in Leichter Sprache. Hier finden Sie einen passenden Artikel:
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Wie lange muss man am Wahlsonntag bleiben?
Bis das Wahlergebnis im Wahlbezirk feststeht. Eine konkrete Uhrzeit kann laut der Landeswahlleiterin daher nicht genannt werden. In Heilbronn oder Stuttgart gibt es aber zum Beispiel zwei Schichten, eine am Vormittag und eine bis 18 Uhr. Nach 18 Uhr müssen dann aber wieder alle Mitglieder des Wahlvorstands im Wahllokal anwesend sein, um das Ergebnis zu ermitteln. Die Auszählung der Briefwahl findet in Stuttgart beispielsweise auch erst ab dem Nachmittag statt und räumlich benachbart zu den Wahllokalen.
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BW-Landtagswahl 2026: Wie hoch ist die Aufwandsentschädigung?
Wahlhelferinnen und Wahlhelfer bekommen ein sogenanntes Erfrischungsgeld. Dieses beträgt nach den wahlrechtlichen Regelungen für den Wahltag 35 Euro für den Vorsitzenden und 25 Euro für die übrigen Mitglieder. Viele Kommunen in Baden-Württemberg bezahlen ihren Wahlhelfern aber mehr. In Mannheim sind es zum Beispiel 100 Euro, in Stuttgart sind es 13 Euro pro Stunde und maximal 104 Euro am Tag.