Nach Angaben des Energiedienstleisters Techem haben deutsche Haushalte im Januar 2026 im Vergleich zum Januar des Vorjahres 12,6 Prozent mehr Heizenergie verbraucht - etwa Erdgas, Fernwärme und Heizöl.
Heizplus zwischen 2,2 und 34,5 Prozent
Der Verbrauch in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg ist allerdings deutlich schwächer als im Bundesschnitt gestiegen. So lag das Heizplus in Baden-Württemberg im Januar bei nur 4,5 Prozent, in Rheinland-Pfalz betrug es 6,5 Prozent. Am sparsamsten waren Haushalte in Nordrhein-Westfalen: Sie haben im Januar nur 2,2 Prozent mehr Heizenergie verbraucht als im Vorjahreszeitraum. Extrem hoch war der Anstieg in Thüringen: Dort lag das Plus bei 34,5 Prozent.
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Heizkosten steigen nicht so stark wie der Verbrauch
Für die Auswertung hat Techem die Verbrauchsdaten aus fast 2 Millionen Wohnungen in Mehrfamilienhäusern berücksichtigt. Pro Bundesland sind mindestens 8.900 Wohnungen in die Berechnung eingegangen. Berücksichtigt wurden dabei alle Energieträger. Damit dürften auch die Heizkosten insgesamt steigen, erwartet Techem. Der Dienstleiter rechnet mit einem Anstieg auf 10,3 Prozent. Das hat das Unternehmen aus dem Verbrauch und den Jahresdurchschnittspreisen der Energieträger errechnet. Die Kosten steigen somit schwächer an als der Verbrauch. Dies hängt damit zusammen, dass die Energiepreise im Mittel gefallen sind.