Einen Tag nach Beginn der Verhandlung treten die Angeklagten nacheinander ans Mikrofon. Den Anfang macht Hermann Göring. Alle bekennen sich für "nicht schuldig".
Nürnberger Prozesse: Keine Schuldbekenntnisse
Der Reihe nach werden folgende Angeklagte befragt, ob sie sich "schuldig" oder "nicht schuldig" bekennen:
- Hermann Göring (1893 – 15. Oktober 1946, Nürnberg)
- Rudolf Heß (1894 –1987, Kriegsverbrechergefängnis Spandau)
- Joachim von Ribbentrop (1893 – 16. Oktober 1946, Nürnberg)
- Wilhelm Keitel (1882 – 16. Oktober 1946, Nürnberg)
- Ernst Kaltenbrunner (nicht anwesend; 1903 – 16. Oktober 1946, Nürnberg)
- Alfred Rosenberg (1893 – 16. Oktober 1946, Nürnberg)
- Hans Frank (1900 – 16. Oktober 1946, Nürnberg)
- Wilhelm Frick (1877 – 16. Oktober 1946, Nürnberg)
- Julius Streicher ( 1885 – 16. Oktober 1946, Nürnberg)
- Walther Funk (1890 – 1960, Düsseldorf)
- Hjalmar Schacht (1877 – 1970, München)
- Karl Dönitz (1891 – 1980, Aumühle)
- Erich Raeder (1876 – 1960, Kiel)
- Baldur von Schirach (1907 – 1974, Kröv)
- Fritz Sauckel (1894 – 16. Oktober 1946 Nürnberg)
- Alfred Jodl (1890 – 16. Oktober 1946, Nürnberg)
- Franz von Papen (1879 – 2. Mai 1969, Sasbach)
- Arthur Seyß-Inquart (1892 – 16. Oktober 1946, Nürnberg)
- Albert Speer (1905 – 1981, London)
- Konstantin von Neurath (1873 – 1956, Vaihingen an der Enz)
- Hans Fritzsche (1900 – 1953, Köln)
21.11.1945 21 Angeklagte bekennen sich "nicht schuldig
21.11.1945 | Einen Tag nach Beginn der Verhandlung treten die Angeklagten nacheinander ans Mikrofon. Den Anfang macht Hermann Göring. Alle bekennen sich für "nicht schuldig".
29.1.1946 Hans Cappelen berichtet über die Gestapo-Folter
29.1.1946 | Als Zeugen für die Verbrechen der Nazis kommen auch die Opfer zu Wort. Der Norweger Hans Cappelen war Gefangener der Gestapo und später im KZ Buchenwald.
8.4.1946 Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel und seine inneren Kämpfe
8.4.1946 | Wilhelm Keitel war Generalfeldmarschall und Chef des Oberkommandos der Wehrmacht. Alle Befehle hat er stets befolgt, obwohl er mit seiner inneren Stimme kämpfen musste, wie er vor Gericht sagt. | Nürnberger Prozesse
7.6.1946 Generaloberst Alfred Jodl wird verhört
7.6.1946 | Wie viele seiner Mitangeklagten will Alfred Jodl von der Judenvernichtung nichts gewusst haben. Hitler sei für ihn ein Scharlatan gewesen. Warum er ihm dann gefolgt sei, will der Ankläger wissen. | Nürnberger Prozesse
26.7.1946 US-Chefankläger Robert H. Jackson hält sein Schlussplädoyer in Nürnberg
26.7.1946 | US-Chefankläger Robert Jackson verliest sein Schlussplädoyer und nutzt es zu einer pointierten Abrechnung mit den Angeklagten.
31.8.1946 Rudolf Heß bereut nichts
31.8.1946 | Der ehemalige Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß erklärt in seinem Schlusswort, weshalb er das Gericht nicht anerkennt. Er stellt sich als gottesfürchtigen Christen dar. Er bereue nichts.
Heß wird in zwei von vier Anklagepunkten für schuldig befunden und zu lebenslanger Haft verurteilt. Er verbrachte den Rest seines Lebens im alliierten Militärgefängnis Berlin-Spandau, wo er sich 1987 das Leben nahm.
Nürnberger Prozesse
31.8.1946 Hermann Görings Schlusswort: Nummer zwei gibt sich ahnungslos
31.8.1946 | Herrmann Göring bleibt bis zum Ende bei seiner Version der Geschichte: Er habe nichts vom Massenmord an den Juden gewusst und keinen Krieg gewollt.
1.10.1946 Nürnberger Prozesse: Reportage aus dem Gerichtssaal
1.10.1946 | Ausschnitt aus einer Reportage aus dem Gerichtssaal live von der Urteilsverkündung gegen die Hauptkriegsverbrecher.