Als David Ben-Gurion am 14. Mai 1948 Israel für unabhängig erklärte, hing hinter ihm im Saal ein Porträt Theodor Herzls. Dieser hatte gut 50 Jahre zuvor die Gründung eines jüdischen Staates gefordert.
Zwischen Herzl und Ben-Gurion liegen tragische Jahrzehnte: Falsche Versprechen der Sieger des Ersten Weltkriegs, die massenhafte Flucht von Juden ab 1933 vor dem Holocaust. Und, nach 1945, der glücklose Versuch der Briten, den Kampf der Ethnien und Religionen um Land und Macht zu schlichten.
All dies führte zu Israels Unabhängigkeit 1948, zur als “Nakba” bezeichneten Vertreibung der Palästinenser und dem bis heute anhaltenden Konflikt.
SWR 2024 / 2025