Renitenztheater Stuttgart

Kabarettpreis Stuttgarter Besen 2026

Vom Goldenen Besen für Romeo Kaltenbrunner bis zum Publikumspreis für das Duo BlöZinger: Die Preisträgerinnen und Preisträger beim Stuttgarter Besen überzeugen mit gesellschaftlich relevanten Themen zum Lachen und zum Nachdenken.

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Stand

Von Autor/in Tobias Ignée

Gesellschaftskritisches vom Sieger Romeo Kaltenbrunner

Der österreichische Stand-Up-Comedian Romeo Kaltenbrunner steht im lässigen Outfit auf der Bühne des Renitenztheaters Stuttgart. Er hat ursprünglich eine technische Ausbildung gemacht und erst relativ spät sein Talent fürs Geschichtenerzählen entdeckt.

Romeo Kaltenbrunner
Gewinner des „Goldenen Besens“ ist der Österreicher Romeo Kaltenbrunner für seine emotional glaubwürdige Gesellschaftskritik

Seine Geschichten sind nicht ausgedacht, sondern nur zugespitzt – wie etwa das Spiel mit der eigenen gemischten ethnischen Herkunft.

„Emotional, persönlich und sehr glaubwürdig“

„Ich versuche, Dinge zu verbinden, die im ersten Moment keinen Sinn ergeben, aber ich glaube, dass alles irgendwie zusammenhängt“, sagt Kaltenbrunner. Er erzählt von Einschlaf-Apps, von diskriminierenden Bewerbungsgesprächen, von Beobachtungen, die er als Babysitter in einem wohlhabenden, hippen Wiener Bezirk macht, wo es keine Geschäfte, sondern nur noch teure Brot- oder Brillenmanufakturen gibt.

Themen, die Romeo Kaltenbrunner nicht nur geschickt miteinander verbindet – und dafür gibt es den Goldenen Besen - „weil er wichtige Themen aufgreift und das nicht nur lustig und leicht, sondern mit einer gewissen Bitterkeit und versteckt in einer Szene. Das emotional, persönlich und sehr glaubwürdig“, so Jurymitglied und Kabarettist Mathias Richling.  

Wenn Männer ihre Tage hätten – zweiter Preis für AnnPhie Fritz

Ganz ähnlich AnnPhie Fritz, ebenfalls aus Österreich. Auch sie spielt mit gesellschaftlich relevanten Themen – der Gleichberechtigung etwa. So gibt die Kabarettistin, Theaterpädagogin und Schauspielerin etwa Antwort darauf, was wäre, wenn Männer ihre Tage hätten.

Der silberne und hölzerne Besen für AnnPhie Fritz und Fabian Lampert
Der silberne und hölzerne Besen für AnnPhie Fritz, die mit präziser Körpersprache feministische Themen bespricht, und Fabian Lampert, der über seine eigenen Schwächen lachen kann.

Mit der präzisen Körpersprache, mit der sie ihre Themen leidenschaftlich und handwerklich gut umsetzt, überzeugt sie die Jury und heimst den zweiten Preis ein.

Auch Fabian Lampert und das Duo BlöZinger ausgezeichnet

Den hölzernen Besen nimmt Comedian Fabian Lampert mit nach Hause. Der Wahlkölner aus Bayern schöpft ebenfalls, wie Romeo Kaltenbrunner, seine Geschichten aus dem wahren Leben. Und verarbeitet in seinem Bühnenprogramm humorvoll weniger schöne Erinnerungen an seine Zeit als Kassierer im Supermarkt.

Das österreichische Duo „BlöZinger“
Den Gerhard-Woyda-Publikumspreis erhält das österreichische Duo „BloeZinger“, das mit grotesken Kopfkinokabarett und der Fahrt in einem fiktiven Schrottauto überzeugte.

Der Publikumspreis geht an das österreichische Duo BlöZinger für ihr groteskes Kopfkinokabarett – die Fahrt in einem schrottreifen Auto. Insgesamt ist der Jury ihre Auswahl, angesichts der Vielfalt, nicht leichtgefallen. In einem herrscht aber Einigkeit: Es ist ein guter Jahrgang, der Kabarettnachwuchs 2026.

Mainz

Kabarett, Kleinkunst, Comedy Deutscher Kleinkunstpreis 2026 geht unter anderem an Claus von Wagner und Dr. Pop

Die Jury rund ums Mainzer „Unterhaus“ hat die Preisträger des renommiertesten Deutschen Comedy- und Kabarettpreises bekannt gegeben – darunter auch Clownin Gardi Hutter und der Comedian Abdelkarim.

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Tobias Ignée
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