Der Blick muss stimmen

Hendrika de Kramer ist Puppenspielerin am Theater Koblenz

Hendrika de Kramer hat ihr Handwerk an der renommierten Schauspielschule Ernst Busch gelernt. Am Puppenspielen liebt sie die Vielfalt – den Umgang mit dem Material, bei der „offenen Spielweise“ auch die eigene Sichtbarkeit, und dann natürlich die Kunst, der Puppe einen Ausdruck zu verleihen.

Teilen

Stand

Ganz wichtig sei dabei, den richtigen Blickwinkel der Figur zum Publikum zu treffen, sonst wirke es unbeteiligt. Manchmal ist auch voller Körpereinsatz gefragt, wenn sie sich etwa mit einer Puppe wie im Ringkampf über den Boden wälzt. Aber auch das stundenlange Halten und Bedienen der Figuren könne sehr anstrengend sein, sagt de Kramer.

„Mein Physiotherapeut sagt immer: da kommt ja mein Rundum-Sorgenkind“.

Aufführungen im Theater Koblenz

Aktuell bereiten die Puppenspielerin und ihre Kolleginnen und Kollegen das Stück „Sie – Szenen des Unbehagens“ vor. Es beruht auf dem dystopischen Roman von Kay Dick aus den späten 70er Jahren, in dem ein anonymer Mob Kulturschaffende attackiert und jede kreative Tätigkeit unterbinden will. Ein schwerer Stoff, der erschreckend aktuell wirkt.

Koblenz

Gegen die (Kunst-)Freiheit Koblenzer Theater zeigt Dystopie mit Puppen

Bücher verschwinden, Kunstwerke werden zerstört, Musik vergessen. Die britische Autorin Kay Dick erzählte in „Sie“
von einer gruseligen Vision und davon, wie Kreative sich wehren.

SWR Kultur am Mittag SWR Kultur

Erstmals publiziert am
Stand
Das Interview führte
Anno Wilhelm
SWR3 Moderator Anno Wilhelm
Interview mit
Hendrika de Kramer