Uraufführung an der Oper Stuttgart

Rap, RAF und Rache: Rapper Maeckes über seine Texte für die Oper „Der rote Wal“ in Stuttgart

Am 18. Juni feiert die Oper „Der rote Wal – Ein deutsches Herbstmärchen“ Uraufführung im Opernhaus Stuttgart. Darin gehe es „nicht um die Geschichte der RAF, sondern um die Frage: Wie viel Widerstand ist heute angebracht – und mit welchen Mitteln?“, sagt Librettist und Rapper Markus Winter alias Maeckes.

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Stand

Vom Terrorprozess zur Tiermetapher

Statt historischer RAF-Nacherzählung inszeniert Winter eine Allegorie. „Alle RAF-Häftlinge hatten ‚Moby Dick‘ in ihrer Zelle – und identifizierten sich mit den Figuren“, erzählt er. In der Oper übernimmt ein Wal die Rolle des Rebellen: Er rammt Boote in der Straße von Gibraltar, um sich seinen Lebensraum zurückzuholen. Eine drastische, aber verständliche Form von Protest – anders als bei realen Extremistenfiguren.

Maeckes alias Markus Winter
Librettist und Rapper Markus Winter alias Maeckes Ben Kriemann

Hip-Hop trifft Hochkultur

Die Musik stammt von Vivan und Ketan Bhatti, die Klassik und Beats verbinden. „Ich wollte eine Oper, die auch Achtklässler verstehen können – aber alle angeht“, sagt Winter. Die zentrale Frage sei: „Wofür kämpfst du? Und wie weit bist du bereit zu gehen?“

In Zeiten des Rechtsrucks sei Haltung keine Option, sondern Pflicht, so Winter. „Der rote Wal“ wirft genau diese Frage mit poetischer Wucht und popkultureller Sprache auf.

Stuttgart

Widerstand als Thema auf der Opernbühne Musikalisches Experiment zwischen Rap und Operngesang: „Der rote Wal“ in Stuttgart

Die Staatsoper Stuttgart zeigt mit „Der rote Wal“ ungewöhnliches Musiktheater. Dabei geht es um die Frage, wie viel Widerstand heute angebracht ist und vor allem mit welchen Mitteln.

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Stuttgart

50 Jahre Stammheim-Prozess Die RAF und der Kult um den Schrecken

Seit Beginn des ersten RAF-Prozesses in Stuttgart-Stammheim vor 50 Jahren wird die Terrorgruppe auf der Bühne, in Kunst und Film wahlweise entlarvt oder romantisch verklärt.

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Essay Tränen lügen nicht. Der deutsche Schlager und die RAF

50 Jahre nach dem Stammheim-Prozess geht die Autorin einer Frage nach, die sie als radiohörendes Kind hatte: „Gibt es eine Verbindung zwischen dem deutschen Schlager und der RAF?“ 

Von Uta-Maria Heim

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Deutschland

Sprechen wir über Mord?! Sprechen wir über Mord?! ... mit Kindern der RAF-Opfer

Fünf Schüsse in Arme, Beine und Kopf. Dann stoßen die Mörder den Diplomaten Andreas von Mirbach kopfüber eine Steintreppe hinunter. Hanns Martin Schleyer wird nach mehr als 40 Tagen Geiselhaft ermordet – weil der Staat der Erpressung durch die RAF nicht nachgibt.
Es sind Verbrechen, die rund 50 Jahre her sind. Die Täter der RAF sind bis heute in den Medien präsent. Aber welche Folgen haben die Morde bis heute für die Angehörigen? Darüber diskutieren Holger Schmidt und der ehemalige Bundesrichter Thomas Fischer in einer Sonderfolge von „Sprechen wir über Mord?!“ mit den Söhnen Hanns-Eberhard Schleyer und Clais von Mirbach sowie mit Generalbundesanwalt Jens Rommel und SWR-Autor Thomas Schneider.
Diese Sonderfolge ergänzt die ARD-Dokumentation „Im Schatten der Mörder“ von Holger Schmidt und Thomas Schneider und erscheint gemeinsam mit dem Dokudrama „Stammheim – Zeit des Terrors“ von Niki Stein und Stefan Aust im Rahmen eines ARD Programmschwerpunkts zum 50. Jahrestag des Beginns der Stammheimer Prozesse.
"Im Schatten der Mörder" in der ARD Mediathek: https://1.ard.de/im_schatten_der_moerder
"Stammheim – Zeit des Terrors" in der ARD Mediathek: https://1.ard.de/stammheim_zeit_des_terrors
Die Podcast-Folge wurde am 30.4.2025 live vor Publikum im SWR-Fernsehstudio in Baden-Baden aufgezeichnet.
In "Sprechen wir über Mord?!" haben Thomas Fischer und Holger Schmidt bereits 2023 in einer Folge über die RAF und den Deutschen Herbst gesprochen:
https://www.ardaudiothek.de/episode/sprechen-wir-ueber-mord/morden-im-kollektiv-true-crime-die-raf-und-der-deutsche-herbst/swr-kultur/12839729/

Erstmals publiziert am
Stand
Das Interview führte
Kerstin Bachtler
Interview mit
Markus Winter