Nationaltheater Mannheim

Yael Ronens gefeiertes Satire-Musical „Slippery Slope“ in Mannheim

Slippery Slope, das gefeierte Musical der erfolgreichen Theaterregisseurin und Dramatikerin Yael Ronen, hatte 2021 am Berliner Maxim-Gorki-Theater seine Uraufführung. Nun kommt das satirische Stück über die Debatten der Gegenwart nach Mannheim.

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Von Autor/in Martina Senghas

Ein verspieltes Stück

Rassismus und Machtmissbrauch, Sexismus und kulturelle Aneignung - um all das geht es in Yael Ronens Theaterstück Slippery Slope. Und darüber hinaus um die öffentliche Empörung darüber.

Eine eindeutige Trennung in Gut und Böse gibt es allerdings nicht. Keiner der Protagonisten kommt wirklich gut weg am Ende, alle verfolgen im Grunde nur ihr eigenes Interesse.

Patrick Schnicke (Gustav)
Für die Mannheimer Inszenierung haben die Verantwortlichen Texte und Lieder ins Deutsche übersetzt. Pressestelle NTM Mannheim | Natalie Grebe

„Es ist ein sehr verspieltes Stück, was mit viel Humor und Ironie auch auf die heutige Debattenkultur einen Blick wirft“, sagt die Regisseurin der Mannheimer Inszenierung Anais Durand-Mauptit. „Wieviel kann man behaupten und spielen, bis wo ist es ok – politisch, moralisch – und ab welchem Punkt verrutscht uns das?“  

Der schmale Grad des Sagbaren

Alle balancieren auf dem schmalen Grat eines rutschigen Abhangs. Und singen dabei von der genretypischen Ballade über Pop und Hip-Hop bis hin zum Blues – schließlich ist das Stück ja auch ein Musical. Komponist ist Shlomi Shaban.

Slippery Slope von Yael Ronen und Shlomi Shaban
Ständig ändern sich die Perspektiven in der Mannheimer Inszenierung. Pressestelle NTM Mannheim | Natalie Grebe

Die Originalinszenierung in Berlin ist auf Englisch, bisherige Nachinszenierungen haben nur die Sprechtexte ins Deutsche übersetzt. In Mannheim hat man sich entschieden, alles auf Deutsch zu machen, sowohl das Sprechen als auch das Singen. Weil beides so oft ineinander übergeht und man einen Bruch vermeiden möchte.

Eine Satire, die aktueller ist denn je

Es gibt berührende Momente, aber auch viel Trash - wir befinden uns schließlich im Künstler-Karriere-und-Klatsch-Milieu. Entsprechend bewegen sich die Kostüme zwischen Eleganz und Subkultur.

Das Mannheimer Inszenierungsteam verspricht eine musikalisch und visuell dichte Revue. Und betont dabei, dass diese Satire über sämtliche Gegenwartsdebatten aktueller ist, denn je.

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Martina Senghas
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