Dokumentarfilm

„Die Fotografin und der Krieg“: Das Vermächtnis von Anja Niedringhaus

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Anja Niedringhaus hat immer den Menschen in den Mittelpunkt gestellt

Ihre Bilder prägen bis heute das westliche Bild Afghanistans. Anja Niedringhaus war eine der bedeutendsten Fotojournalistinnen ihrer Generation. 2014 wurde sie während eines Einsatzes in Afghanistan ermordet. Die Dokumentation „Die Fotografin und der Krieg“ geht den Umständen ihres Todes nach – und erzählt zugleich von einem Leben für die Fotografie.

Das Regie-Duo Sonya und Yuri Winterberg zeichnet das Porträt einer Frau, die sich selbst nie als Kriegsfotografin verstanden hat. Niedringhaus habe mit ihrer Kamera immer den Menschen in den Mittelpunkt gestellt, sagt Sonya Winterberg im Gespräch mit SWR Kultur. Es ging ihr nicht um Frontlinien oder militärische Strategien, sondern um individuelle Schicksale im Ausnahmezustand.

Bilder zur Dokumentation:

Sarajevo, Bosnien, 1994: Französische und ukrainische UN-Soldaten flüchten, als serbische Scharfschützen das Feuer auf sie in der Innenstadt Sarajevos eröffnen
Sarajevo, Bosnien, 1994: Französische und ukrainische UN-Soldaten flüchten, als serbische Scharfschützen das Feuer auf sie in der Innenstadt Sarajevos eröffnen. © SWR/Anja Niedringhaus/pa Anja Niedringhaus/pa Bild in Detailansicht öffnen
Die deutsche Fotografin Anja Niedringhaus bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen
Die deutsche Fotografin Anja Niedringhaus bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen. © SWR/Jerry Lampen Jerry Lampen Bild in Detailansicht öffnen
Kandahar, Afghanistan, 2013: Ein Vater bezahlt Eintritt für einen Vergnügungspark.
Kandahar, Afghanistan, 2013: Ein Vater bezahlt Eintritt für einen Vergnügungspark. © SWR/Anja Niedringhaus/pa Anja Niedringhaus/pa Bild in Detailansicht öffnen
Sarajevo, Bosnien, 1994: Eine Passantin leistet mit einem französischen UN-Soldaten Erste Hilfe, nachdem ein bosnischer Soldat auf offener Straße in Sarajevo angeschossen wurde. Er starb Minuten später.
Sarajevo, Bosnien, 1994: Eine Passantin leistet mit einem französischen UN-Soldaten Erste Hilfe, nachdem ein bosnischer Soldat auf offener Straße in Sarajevo angeschossen wurde. Er starb Minuten später. © SWR/Anja Niedringhaus/pa Anja Niedringhaus/pa Bild in Detailansicht öffnen
Falludscha, Irak, 2005: Ein irakisches Mädchen hält sich die Ohren zu, als ein Marine der Ersten Division im Zentrum der schwer bewachten Stadt Falludscha patrouilliert.
Falludscha, Irak, 2005: Ein irakisches Mädchen hält sich die Ohren zu, als ein Marine der Ersten Division im Zentrum der schwer bewachten Stadt Falludscha patrouilliert. © SWR/Anja Niedringhaus/pa Anja Niedringhaus/pa Bild in Detailansicht öffnen
Salavat (Kandahar), Afghanistan, 2010: Ein kanadischer Soldat jagt ein Huhn – Sekunden bevor seine Einheit von Granaten beschossen wird.
Salavat (Kandahar), Afghanistan, 2010: Ein kanadischer Soldat jagt ein Huhn – Sekunden bevor seine Einheit von Granaten beschossen wird. © SWR/Anja Niedringhaus/pa Anja Niedringhaus/pa Bild in Detailansicht öffnen
Die deutsche Fotografin Anja Niedringhaus 2005 in Rom
Die deutsche Fotografin Anja Niedringhaus 2005 in Rom. © SWR/Peter Dejong/AP Peter Dejong/AP Bild in Detailansicht öffnen

Die Doku würdigt ihr Werk als humanistische Fotografie

Dafür suchte Anja Niedringhaus bewusst andere Perspektiven. Sie fotografierte dort, wo viele nicht hingingen, näher an den Menschen, näher an ihrem Alltag. Die Dokumentation würdigt ihr Werk als humanistische Fotografie – und erinnert an eine Journalistin, die den Krieg nicht spektakulär, sondern menschlich zeigte.

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Erstmals publiziert am
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Das Interview führte
Pia Masurczak
Pia Florence Masurczak
Interview mit
Sonya Winterberg