Anja Niedringhaus hat immer den Menschen in den Mittelpunkt gestellt
Ihre Bilder prägen bis heute das westliche Bild Afghanistans. Anja Niedringhaus war eine der bedeutendsten Fotojournalistinnen ihrer Generation. 2014 wurde sie während eines Einsatzes in Afghanistan ermordet. Die Dokumentation „Die Fotografin und der Krieg“ geht den Umständen ihres Todes nach – und erzählt zugleich von einem Leben für die Fotografie.
Das Regie-Duo Sonya und Yuri Winterberg zeichnet das Porträt einer Frau, die sich selbst nie als Kriegsfotografin verstanden hat. Niedringhaus habe mit ihrer Kamera immer den Menschen in den Mittelpunkt gestellt, sagt Sonya Winterberg im Gespräch mit SWR Kultur. Es ging ihr nicht um Frontlinien oder militärische Strategien, sondern um individuelle Schicksale im Ausnahmezustand.
Bilder zur Dokumentation:
Die Doku würdigt ihr Werk als humanistische Fotografie
Dafür suchte Anja Niedringhaus bewusst andere Perspektiven. Sie fotografierte dort, wo viele nicht hingingen, näher an den Menschen, näher an ihrem Alltag. Die Dokumentation würdigt ihr Werk als humanistische Fotografie – und erinnert an eine Journalistin, die den Krieg nicht spektakulär, sondern menschlich zeigte.
Die Dokumentation „Anja Niedringhaus. Die Fotografin und der Krieg“ steht in der ARD Mediathek und wird am 12. Januar um 23:05 Uhr in Das Erste ausgestrahlt.
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