Mit dabei sind in diesem Jahr viele Filme über Klima, Tiere und private Geschichten, so SWR Kultur Filmexperte Rüdiger Suchsland. Den Eröffnungsfilm „Writing Life: Annie Ernaux Through the Eyes of High School Students“ von Claire Simon bewertet er als „einen sehr schönen, ein optimistischen Film“.
Simon führe die Zuschauer aber auch hinters Licht. Namensgeberin Annie Ernaux ist im Film nicht zu sehen. „Es geht um sie, aber wir sehen sie nicht ein einziges Mal. Auch nicht als Foto oder so, weil es eigentlich, eben wörtlich betrachtet, durch die Augen der Gymnasialschüler geht.“
Letzte Festivalausgabe für Christoph Terhechte
Der Leiter des Festivals Christoph Terhechte beendet nach der sechsten Ausgabe seine Tätigkeit aus privaten Gründen. Er habe das Festival in Zeiten von Corona-Pandemie, Krieg in der Ukraine und Inflation wieder „aufs Gleis gestellt“, findet Suchsland.
In einem Plädoyer hat Terhechte sich noch einmal für die Kulturpolitik und für die Bedeutung von Kultur ausgesprochen. Das Plädoyer habe sich auch an den Freistaat Sachsen gerichtet. Suchsland: „Letztes Jahr war das Festival von massiven Kürzungen bedroht. Die wurden dann zurückgenommen, auch weil er öffentlich getrommelt hat.“
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