Kamele, getragene Musik, Gepäckträger, Kutschen – „Palästina 36“ der christlich-arabischen Regisseurin Annemarie Jacir ist ein Film voller Nostalgie. Er versucht sich an einer Ergründung der Wurzeln des Nahostkonflikts im Jahr 1936.
Dabei betreibt „Palästina 36“ Schwarz-Weiß-Malerei, findet SWR Kultur-Filmexperte Rüdiger Suchsland. Unter anderem durch stereotype Figuren und ein insgesamt effekthascherisches Melodram, in dem das große Spektakel das wahre menschliche Drama der jüdischen und der arabischen Bevölkerung verdeckt.