Die mögliche Übernahme von Warner Bros. Discovery durch die Mediengruppe Paramount Skydance oder den Streaminganbieter Netflix hat für Schlagzeilen gesorgt: Ist das ein weiterer Rückschlag fürs Kino? Von Old-Hollywood-Studios über Medienunternehmen zu Internetkonzernen?
Filmschaffende setzen auf Netflix
Der US-Regisseur Martin Scorsese mahnte bereits vor fünf Jahren: Streamingplattformen schwächen das Kino als Kunstform. Filme würden als „Contents“ betrachtet, als reines Füllmaterial für einen dauerverfügbaren Abrufkanal, und nicht mehr als Kunst.
Diesen Herbst zeigte eine ganze Reihe an namhaften Filmschaffenden für Streaming-Produktionen: Guillermo del Toro mit „Frankenstein”, Noah Baumbach mit „Jay Kelly”, Katherine Bigelow mit „A House of Dynamite”. Und Edward Berger, der Netflix mit „Im Westen nichts Neues” den großen Oscar-Gewinner bescherte, legte nun mit „Ballard of a Small Player” nach.
Streaminganbieter umgarnen Regisseure, denn sie wollen nicht nur Franchises und Serien-Erfolge für sich verbuchen, sondern auch das Arthouse-Kino.
Warum werden Streamingfilme überhaupt noch im Kino gezeigt? Und könnte Streaming das Kino auch stärken? Kulturredakteurin Caroline O. Jebens im Gespräch darüber, wie der Filmmarkt zukünftig aussehen könnte.
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