Andreas Bönte hat sein Leben der Aufarbeitung der NS-Zeit gewidmet – bis seine Recherche plötzlich ganz nah kam: Sein eigener Großvater war im sogenannten 3. Reich nicht nur Mitläufer, sondern Täter. In seiner Familie schwieg man darüber, die Wahrheit fand er in Akten, Fotos und alten Dokumenten.
In „Die Vergangenheit in mir“ erzählt Bönte, wie diese späte Enthüllung seine Sicht auf sich selbst und auf deutsche Erinnerungskultur verändert hat – und was Fotos, die den liebevollen Familienvater und den SA-Mann mit Hitlergruß zeigen, über die erschreckende Normalität des Bösen verraten.
Erinnerungsliteratur
Folge 6 Meine Oma und die Einsamkeit (6/8) | Oma, lass reden
Luise geht mit ihrer Oma zurück, buchstäblich. Sie besuchen das ehemalige Stasi-Untersuchungsgefängnis in Rostock, in dem sie vor über 50 Jahren monatelang eingesperrt war. Es ist das erste Mal, dass sie dort ist, seit sie es damals verlassen hat.
Wir schauen uns an, was psychische Folter in der DDR bedeutet: Einzelhaft, Schlafentzug, ständige Angst. Und: Wie Luises Oma trotzdem versucht, sich nicht unterkriegen zu lassen.
Hier geht’s zum Podcast “7 Tage wach”: https://1.ard.de/7TageWach?cp=olr
🔗 Mehr über DDR-Jugendgefängnisse könnt ihr hier erfahren: https://www.jugendwerkhof-torgau.de/historischer-ort/geschichte/
Generell über den Strafvollzug in der DDR: https://www.bpb.de/themen/deutschlandarchiv/227634/zwischen-kontrolle-und-willkuer-der-strafvollzug-in-der-ddr/
Wenn es dir beim Hören nicht gut geht oder du selbst Suizidgedanken hast, such dir bitte Hilfe – du bist nicht allein. In akuten Notfällen wende dich an den Notruf 112 oder die nächstgelegene Notaufnahme. Kostenlose und anonyme Hilfe bekommst du zum Beispiel hier:
- Telefonseelsorge: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222, oder online unter www.telefonseelsorge.de
- Nummer gegen Kummer (für Kinder und Jugendliche): 116 111, www.nummergegenkummer.de
„Oma, lass reden" ist ein ARD-Podcast, produziert von DASDING vom SWR in Kooperation mit Fritz vom rbb.