Weltflüchtlingstag am 20. Juni

Saba-Nur Cheema: „Antimuslimischer Rassismus ist keine Randerscheinung“

Zum Weltflüchtlingstag und den Aktionswochen gegen antimuslimischen Rassismus fordert die Politologin und Publizistin Saba-Nur Cheema mehr politisches Handeln.

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„Antimuslimischer Rassismus ist mehr als Islamfeindlichkeit – es geht um die Abwertung von Menschen“, sagt sie im Gespräch. In ihrem Bericht für die Bundesregierung entwickelte sie zahlreiche Handlungsempfehlungen, doch: „Der politische Wille fehlt.“

Cheema kritisiert, dass viele Menschen mit muslimischen Namen Diskriminierung erlebten – etwa bei der Wohnungssuche oder auf dem Arbeitsmarkt.

Ein klares Signal aus der Politik ist nötig

Auch in Schulen würden Stereotype über Muslime verbreitet. „Schulbücher reproduzieren antimuslimische Bilder, das beginnt schon in der Grundschule“, so Cheema.

Die Debatte sei in Deutschland seit Jahren festgefahren, oft werde immer noch gefragt, ob der Islam überhaupt zu Deutschland gehöre. Für echten Fortschritt brauche es laut Cheema ein klares Signal von der Politik – und mehr gesellschaftliches Bewusstsein.

Erstmals publiziert am
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Das Interview führte
Kerstin Bachtler
Interview mit
Saba-Nur Cheema