„Es geht vielleicht gar nicht um den Hai, sondern um die Menschen“, sagt Filmkritiker Rüdiger Suchsland über das Meisterwerk.
Die Geschichte sei zwar simpel, doch die Wirkung auf das Publikum sei komplex und nachhaltig. „Alles, was der Film tut, ist dafür da, dass beim Publikum eine bestimmte Wirkung erzielt wird“, erklärt Suchsland.
Der Film sei außerdem politisch, denn er entstand kurz nach Watergate und dem Ende des Vietnamkriegs und gab diesem allgegenwärtigen gesellschaftlichen Gefühl der Bedrohung ein Gesicht.
„Mit dem Hai kann man nicht verhandeln – den muss man töten“, so Suchsland weiter. Gerade deshalb sei „Der weiße Hai“ auch heute noch aktuell. Denn: „Manchmal muss man böse Dinge tun, damit Kinder wieder friedlich baden können.“
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