Am Wormser Dom wird derzeit intensiv darüber diskutiert, wie mit antijudaistischen Darstellungen am und im Gebäude umzugehen ist. Sollen sie bleiben oder entfernt werden? Diese Frage beschäftigt Gemeinde, Bistum und Öffentlichkeit gleichermaßen.
Unter dem Titel „Wir müssen darüber reden!“ fand dazu kürzlich ein Workshop statt – organisiert vom Bistum Mainz, der Domgemeinde Worms und dem Verein der SchUM-Städte Speyer, Worms, Mainz.
Birgit Kita, Geschäftsführerin der SchUM-Städte, plädiert im Gespräch mit SWR Kultur für eine behutsame Kontextualisierung der problematischen Motive: „Wenn wir sie entfernen, haben wir eine Lücke. Und wie es so ist mit Lücken: Man vergisst, was da vorher war – und damit auch die kritische Auseinandersetzung.“
Entscheidend sei nun, so Kita, „mit den jüdischen Gemeinden vor Ort im Gespräch zu bleiben und gemeinsam eine Lösung zu finden“.