Männergewalt betrifft nahezu alle Frauen
Nach dem Vorstoß des EU-Parlaments gegen Porno-Deepfakes rückt die Debatte über digitale und analoge sexuelle Gewalt erneut in den Fokus. Shila Behjat, Autorin von „Söhne großziehen als Feministin“, verweist in SWR Kultur darauf, dass das Problem tief in gesellschaftlichen Strukturen verankert sei und nahezu alle Frauen betreffe.
„Ich glaube, dass deswegen die Empörung, die Wut und auch der Wunsch so groß war, dass sich endlich etwas tut, weil es einfach aus dem Leben einer jeden Frau erzählt“, sagt sie über die Causa Collien Fernandes.
Berlin, München und Co. Tausende demonstrieren gegen digitale Gewalt
Der Fall Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann, Christian Ulmen, polarisiert ganz Deutschland. Tausende Menschen haben ein Zeichen gegen digitale Gewalt gesetzt.
Männer stärker in die Debatte einbeziehen
Gleichzeitig richtet Shila Behjat den Blick auf Jungen und junge Männer, die lernen müssten, anders mit Männlichkeit umzugehen und neue Vorbilder zu entwickeln – ohne dabei angeklagt zu werden.
„Hey, ihr könnt das anders“, wäre da die konstruktive Aufforderung von Behjat. Sie plädiert dafür, Männer stärker in die Verantwortung und zugleich in die gesellschaftliche Debatte einzubeziehen.