Aufklärung über rechtsterroristische Straftaten

Themenportal „Rechte Gewalt“ ermöglicht Online-Recherche vor der eigenen Haustür

Aufklärung über rechtsterroristische Straftaten und deren Bedeutung für die Zeitgeschichte – das ist das Ziel des Themenportals „Rechte Gewalt“, das seit dem 28. April online ist. „Es ist uns ein wichtiges Anliegen, um auch den Opfern gerecht zu werden“, sagt Archivar Martin Stingl vom federführenden Landesarchiv Baden-Württemberg.

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Gedenken an die Oper erhalten

Besonders nach den NSU-Morden habe es zahlreiche Vorstöße von Hinterbliebenen gegeben, das Gedenken an Geschädigte nicht zu verlieren. Dieser Anspruch wurde sogar im Koalitionsvertrag der vergangenen Ampel-Regierung festgehalten.

„Ursprünglich wollte man ein zentrales Archiv zum NSU schaffen. Das geht aber aus rechtlichen Gründen nicht“, erläutert Stingl in SWR Kultur. „So kam der Gedanke, einen virtuellen Zugang zu ermöglichen und quellenbasiert zu analysieren.“

Umfangreiche Suchfunktionen und Filter

„Die Taten linker Terroristen haben sich viel tiefer in unser kollektives Bewusstsein eingeprägt als die rechten“, so Michael Stingl. Umso mehr sei also eine neue Form der Aufklärung und der Thematisierung wichtig.

Beim neuen Themenportal „Rechte Gewalt“ erfolgt das über verschiedene Filter und Suchfunktionen. „Man kann nach Tätern suchen, man kann nach Opfern suchen. Ein weiterer Zugang sind zum Beispiel die Tatmotive“, führt Michael Stingl aus.

Gleichzeitig könne man zum Beispiel eine zeitbasierte mit einer ortsbasierten Suche kombinieren. „So hat man die Möglichkeit, in der eigenen Lebensumgebung zu suchen. Was ist da genau passiert, wo ich zum Beispiel als Kind aufgewachsen bin?“

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Erstmals publiziert am
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Das Interview führte
Doris Maull
Doris Maull
Interview mit
Martin Stingl