Die Freiburger Malerin Helga Marten und ihr Mann der emeritierte Philosophie-Professor Rainer Marten sind seit 72 Jahren verheiratet. Sie leben, wie Rainer Marten es formuliert, „das Glück der Zweiheit“ – und das ist eine Kunst. Vielleicht liegt es daran, dass die beiden sich so wunderbar ergänzen: Die bildende Künstlerin und der analytische Denker. Trotz dreier Kinder hat Helga Marten über all die Jahrzehnte hinweg kontinuierlich als Künstlerin gearbeitet.
In einem ganz eigenen Stil, stets figürlich, mit offenen Bildräumen und in ihrer speziellen Farbwelt. Und das macht die 94-Jährige bis heute. Ebenso wie ihr 97-jähriger Mann Rainer Marten, der nie aufgehört hat, über den Menschen in seiner Zeit nachzudenken, und ein Buch nach dem anderen schreibt. Sein Credo: „Erst im Leben als Fest erfüllt sich das Menschsein.“ Dazu gehört für ihn, die Endlichkeit des Lebens anzunehmen und nicht allein zu sein. Das „Glück der Zweiheit“ eben.