Entwicklung durch Höhen und Tiefen
Über einen Zeitraum von zwei Jahren hat Filmemacher Stefan Sick seine jungen Protagonistinnen begleitet. Der Film erzählt von ihrer Entwicklung durch Höhen und Tiefen, ihrer Wut und ihrer Willenskraft.
Der 135 Minuten lange Dokumentarfilm zeigt sie in Interaktion mit Betreuer*innen, Pädagog*innen, Eltern und Institutionen.
Zum Beispiel die elfjährige Leni, die in der Wohngruppe lebt, weil ihre Eltern sie geschlagen haben.
Persönlichkeit, Charakter und Willensstärke
Für den Regisseur und Kameramann Stefan Sick stellten sich vor Drehbeginn jede Menge Fragen: „Ich habe schon genau überlegt: Wie wirken denn die Kinder und Jugendlichen vor der Kamera? Wie kann das auf ein Publikum wirken?“
Doch schnell merkt er: „Da ist so viel Persönlichkeit, Charakter, so viel Willensstärke, so viel Kraft.“
So waren die Dreharbeiten
Wie ist es eigentlich, jahrelang immer wieder gefilmt zu werden? Zunächst ungewohnt, erinnert sich Lena, die zu Beginn der Dreharbeiten 13 war und heute 17 Jahre alt ist: „Ich habe mich am Anfang anders verhalten, aber dann habe ich gemerkt: Ich sollte mein wahres Ich zeigen.“
Denn Regisseur Stefan Stick erklärt ihr, worauf es in einer Dokumentation ankommt: „Du musst dich nicht verhalten wie eine Person, die in einem Spielfilm spielt. Du darfst dich so verhalten, wie du bist.“
Einblick in den Alltag der Jugendhilfe
Der Film erzählt nicht nur von den Problemen der Mädchen, sondern auch von ihrer Kraft und ihrem Mut, eigene Wege zu finden.
Ohne Schuldzuweisungen bietet er einen authentischen Einblick in den Alltag der Jugendhilfe – wo nicht immer alles rund läuft, aber Geborgenheit und gelungene Erwachsenen-Kind-Beziehungen entstehen können.
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