Gespräch

„Atlas der Abwesenheit“: Kulturgüter aus Kamerun in deutschen Museen

In deutschen Museen lagert ein kaum erforschter Bestand von über 40.000 Objekten aus Kamerun. Deren Bedeutung untersucht nun ein groß angelegtes Forschungsprojekt. Das beginne bereits mit der gewaltsamen Aneignung der Kulturgüter, sagt Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy in SWR Kultur.

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Kamerun wird sein Erbe verwehrt

Die Abwesenheit dieser Kulturgüter beginne bereits mit ihrer gewaltsamen Aneignung, mit der „Abwesenheit einer Transparenz“, sagt Prof. Dr. Bénédicte Savoy. Die Kunsthistorikerin unterstreicht zudem die Notwendigkeit internationaler Kooperationen, weil man, wie sie sagt, „erst weiß, wie es geht, wenn man es macht.“

Die mangelnde Zugänglichkeit deutscher Museumsdatenbanken erschwere Kameruner Communities den Überblick über ihr eigenes Erbe, weshalb laut Savoy „das Fusionieren der Information auf deutscher Seite ein riesiger Schritt“ sei. Damit schafft das Projekt neue Grundlagen für Dialog, Forschung und mögliche zukünftige Restitutionen.

Leben und Gesellschaft Restitution alter Knochen: Tansania und der Berliner Dino

Im Berliner Museum für Naturkunde steht ein „Superstar“. Der Brachiosaurus Brancai – ein 13 Meter hohes Dinosaurierskelett. Ausgegraben wurden es während der deutschen Kolonialherrschaft in Tansania. Und auch dort würde man den Saurier-Star heute gern ausstellen. Wem also gehört der Dino?

Matinee SWR Kultur

Erstmals publiziert am
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Das Interview führte
Martin Gramlich
Martin Gramlich, SWR Kultur Moderator
Interview mit
Prof. Dr. Bénédicte Savoy