Der Name von Tom Pritzker, Erbe des Hyatt-Hotelkonzerns, taucht in den veröffentlichten Epstein-Akten auf. Der Unternehmer ist inzwischen als Vorstandschef des Hyat-Konzerns zurückgetreten. Der Fall trifft auch den renommierten Pritzker-Preis, der als höchste Auszeichnung der Architektur gilt.
Der Architekturkritiker Nikolaus Bernau ordnet den Fall in SWR Kultur ein: „Es gilt die Unschuldsvermutung. Bislang gibt es nur sehr vage Hinweise.“
Viele große Namen, wenig Konkretes
In den Akten werden auch mehrere Pritzker-Preisträger erwähnt, darunter Frank Gehry, Renzo Piano oder David Chipperfield. Bernau betont jedoch: „Das sind meist lose Erwähnungen, keine belastbaren Vorwürfe.“
Jeffrey Epstein habe gezielt mit prominenten Namen operiert, um sein Netzwerk aufzuwerten. Direkte Verstrickungen von Architektinnen oder Architekten seien bislang nicht belegt.
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Ein Preis mit moralischem Anspruch
Der Pritzker-Preis hat sich in den vergangenen Jahren neu ausgerichtet und Themen wie Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung betont. „Gerade deshalb ist jede Nähe zu einem moralischen Skandal problematisch“, sagt Bernau.
Ob der Preis den Imageschaden übersteht, sei offen. Möglich sei eine Umbenennung oder sogar das Ende der Stiftung. Klar ist: Das Renommee steht auf dem Prüfstand.
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