Gespräch

Unsichtbare Aufarbeitung: Provenienzforschung im Umbruch

Sie führen Archivrecherchen oder Objektautopsien durch, dennoch bleibt ihre Arbeit häufig unsichtbar: „Als Provenienzforscherinnen und -forscher arbeiten wir im Verborgenen“, erklärt Ruth von dem Bussche, Vorsitzende des Arbeitskreises Provenienzforschung e.V.

Teilen

Stand

KI hilft bei großen Datenmassen

Darüber hinaus habe das Feld auch eine politische und gesellschaftliche Dimension. Neue Technologien, wie etwa Künstliche Intelligenz, können die Arbeit der Forscherinnen und Forscher unterstützen.

Etwa durch die Möglichkeit Fragen zu stellen, oder bei der Aufarbeitung großer Informationsmengen: „Wichtige Archivbestände können schonmal ein paar hunderttausend Seiten betragen. Die kann niemand von A bis Z durchlesen“, so von dem Bussche in SWR Kultur.

Wenig Personal, wenig Geld

Gleichzeitig sieht von dem Bussche die Provenienzforschung vor Herausforderungen, etwa beim Fachpersonal, aber auch in der Finanzierung: „Der Rotstift wird im Kulturbereich sehr stark angesetzt momentan.“

Das könnte auch einen der wichtigsten Töpfe für Provenienzforschung treffen: Viele der Projekte würden im Rahmen von Förderprogrammen des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste realisiert, so von dem Bussche.

Durchschossen und durchstochen Verschollen geglaubtes Kirchner-Gemälde erstmals im Kunstmuseum Basel ausgestellt

Nach mehr als 100 Jahren ist das Gemälde „Tanz im Varieté“ von Ernst Ludwig Kirchner wieder aufgetaucht. Das nun restaurierte Kunstwerk bringt eine bewegende Geschichte mit sich.

SWR Kultur am Mittag SWR Kultur

Erstmals publiziert am
Stand
Das Interview führte
Martin Gramlich
Martin Gramlich, SWR Kultur Moderator
Interview mit
Ruth von dem Bussche