Ein rastloses Künstlerleben
„Brennen“ erzählt autofiktional von dem Leben eines jungen Mannes, das von Schicksalsschlägen, Leidenschaft und Übermut geprägt ist. Sein Leben als Vorlage für das litarische Debüt zu nehmen, sei ihm wichtig gewesen, sagt Donskoy.
Daniel Donskoy kommt 1990 in Moskau zur Welt, durch seine ukrainische Mutter und seinen russischen Vater wächst er mehrsprachig auf. Kurz nach seiner Geburt gelangt er mit seiner jüdischen Familie als Kontingentflüchtling nach Berlin.
Daraufhin folgen weitere Stationen: Israel, München, London und immer wieder Berlin. Heute ist Donskoy Schauspieler, Regisseur, Produzent, Musiker, Moderator und seit wenigen Monaten auch Buchautor.
Von Moskau durch die Welt
Immer in Bewegung zu sein, sei für ihn normal. Gefühlt arbeite er gerade „14 Tage die Woche“, bald gebe es dafür endlich einmal zwei Wochen Ruhe. Dass Donskoy seinen Debütroman „Brennen“ taufte, liegt angesichts des turbulenten Alltags, den er nach wie vor hat, auf der Hand. Dieses Gefühl habe er auch in den Roman einbringen wollen.
Das Leben ist wie so eine Zündschnur und die brennt einem weg und man rennt ihr hinterher, um vor dieser Explosion wegzukommen.
Das Leben nutzen, so gut es geht
Pausen zu machen, falle ihm schwer. Nicht so sehr, weil er es schwierig finde, Anderen gegenüber Grenzen zu setzen. Es sei eher der eigene Antrieb, der ihn immer wieder neu zu künstlerischen Projekten ansporne, auch wenn eigentlich alles zu viel sei:
Ich kann anderen Leuten sehr gut nein sagen, mir selbst nicht so gut.
Wichtig sei ihm dennoch, das Leben nicht zu verpassen. Damit meint Donskoy so etwas wie: jemandem wirklich in die Augen zu blicken. Was es bedeutet, wirklich das Getränk, welches man sich in den Mund kippt, wahrzunehmen. Solche Dinge zelebriere er im Leben sehr.
Ein Wohnungsbrand nahm im fast alles
Immer wieder habe er in seinem Leben erlebt, wie schnell alles vorbei sein kann. Auch ganz persönlich traf es ihn vor einiger Zeit: Damals brannte seine Wohnung ab, Donskoy konnte sich gerade noch unversehrt retten.
Sonst verbrannte ein Großteil seines Eigentums, das sich in der Wohnung befunden hatte. Durch die Aufmerksamkeit eines Feuerwehrmanns konnte er neben wichtigen Dokumenten zumindest seine geliebte Gitarre retten.
Handy, Pass, Computer, Gitarre - und dann geht das Leben weiter.
Man müsse das Leben eben mit Humor nehmen, sagt Donskoy. Sein innerer Zyniker, so erzählt er es, habe direkt angemerkt, dass so zumindest der anstehende Umzug leichter werde. Sein Heimatgefühl, so Donskoy, sei sowieso nicht geographisch gebunden – das habe er längst in sich selbst gefunden.
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