Ein Sommer zwischen Krise und Aufbruch
In Frankreich verliert Thomas Mann nach der Machtübernahme Hitlers für kurze Zeit den Halt. „Er war depressiv, verzweifelt, ihm fehlte der feste Tagesablauf“, sagt Illies. Die Schwäche des Vaters wird zur Stärke der Kinder: Am Mittelmeer erleben sie Freiheit und Selbstständigkeit.
Für Illies offenbart diese Episode, wie sich die Familie Mann in der Fremde neu formiert und wie aus Erschütterung neue Energie entsteht.
Das Schweigen Thomas Manns zu den Nazis beschreibt Illies als quälenden Zwiespalt: „Er tut alles für sein Werk, aber nicht alles für seine Familie.“ Besonders Katia Mann rückt in den Mittelpunkt. Sie trägt die Last des Konflikts zwischen Vater und Sohn, zwischen Loyalität und Liebe.
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