Gespräch

„Familie Mann in Sanary“: Über Thomas Mann im Ausnahmezustand des Sommers 1933

„Bei der Familie Mann gibt es mehr Neues zu entdecken als man denkt“, sagt Autor Florian Illies in SWR Kultur am Morgen. Und sein nun erscheinendes Buch zeigt die Familie im schwierigsten Moment ihres Lebens – im Exil 1933.

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Ein Sommer zwischen Krise und Aufbruch

In Frankreich verliert Thomas Mann nach der Machtübernahme Hitlers für kurze Zeit den Halt. „Er war depressiv, verzweifelt, ihm fehlte der feste Tagesablauf“, sagt Illies. Die Schwäche des Vaters wird zur Stärke der Kinder: Am Mittelmeer erleben sie Freiheit und Selbstständigkeit.

Für Illies offenbart diese Episode, wie sich die Familie Mann in der Fremde neu formiert und wie aus Erschütterung neue Energie entsteht.

Das Schweigen Thomas Manns zu den Nazis beschreibt Illies als quälenden Zwiespalt: „Er tut alles für sein Werk, aber nicht alles für seine Familie.“ Besonders Katia Mann rückt in den Mittelpunkt. Sie trägt die Last des Konflikts zwischen Vater und Sohn, zwischen Loyalität und Liebe.

Betrachtungen über Davos 100 Jahre „Zauberberg“: Lohnt sich Norman Ohlers „ganze Geschichte“?

Vor 100 Jahren erschien Thomas Manns Mammutroman. Lässt sich noch was dazu sagen? Der Autor Norman Ohler versucht es, besonders weit kommt er damit aber nicht.

Zeitwort 29.05.1945: Thomas Mann hält einen Vortrag

Thomas Mann lebte schon seit vielen Jahren im amerikanischen Exil, als er kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs eine bedeutende Rede hielt.

Zeitwort SWR Kultur

Buchkritik Thomas Mann & Katia Mann „Liebes Fräulein Herz“ - Briefwechsel mit Ida Herz 1924 - 1955

Ida Herz über Thomas Mann: „Er war mein bester Freund“. Allerdings war es eine ungleiche Freundschaft, die sie mit Thomas Mann verband. Geprägt von euphorischer Hingabe und bitterer Enttäuschung.

SWR Kultur am Abend SWR Kultur

Erstmals publiziert am
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Das Interview führte
Philine Sauvageot
Philine Sauvageot, Team SWR Kultur
Interview mit
Florian Illies