„Weniger Rätsel, mehr Wirklichkeit“

Warum polnische Krimis anders erzählen

Viele lesen Krimis zur Entspannung, gern skandinavisch oder deutsch. Dabei entsteht nebenan Eigenes. Ein Gespräch über polnische Krimis und was sie über ihre Gesellschaft verraten.

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Realistische Erzählungen

Polnische Krimis erzählen anders: direkter, oft rauer und weniger konstruiert als viele bekannte Reihen aus Skandinavien oder Deutschland.

Es geht weniger um das perfekte Rätsel als um das Umfeld, in dem Verbrechen entsteht. Markus Schnabel, Gründer des Polente Verlags, will diese Bücher auf dem deutschen Markt bekannter machen.

Verleger Markus Schnabel
Verleger Markus Schnabel Pressestelle Polente Verlag

Polnische Krimis als Spiegel der Gesellschaft

Der Schauplatz ist in polnischen Krimis fast eigene Figur. Städte, Provinzen und postindustrielle Landschaften erzählen die Stimmung mit.

Dazu kommt die bewegte Geschichte Polens: Verschiebungen, Umbrüche, Wendezeit. All das wirkt nach und prägt, was in polnischen Krimis verhandelt wird.

Polnische Krimis spiegeln die Gesellschaft des Landes besonders deutlich. Sie erzählen von Fortschritt und Brüchen, von Gewinnern und Verlierern seit 1989.

Auch aktuelle Themen wie Politik, Kirche oder gesellschaftliche Spannungen tauchen auf. Wer diese Bücher liest, bekommt Spannung und auch einen anderen Blick auf unser Nachbarland, sagt Verleger Markus Schnabel.

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Erstmals publiziert am
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Das Gespräch führte
Theresa Hübner
Gespräch mit
Markus Schnabel