„In den Geschichtsbüchern sind Herrscherpersönlichkeiten immer perfekt dargestellt“, sagt Autor Jochen Oppermann, der im Hauptberuf als Geschichtslehrer arbeitet. Dabei hätten alle diese Mächtigen wie jeder Mensch mit Krankheiten oder Wehwehchen zu kämpfen gehabt,. Das habe auch ihre Art, zu handeln und zu regieren beeinflusst.
Krankheiten und Schwächen wurden versteckt
Kaiser Wilhelm II. habe zum Beispiel seinen gelähmten linken Arm auf Fotos immer hinter dem Rücken versteckt, erklärt Oppermann.
In seiner Sprache und seinen Handlungen habe er deshalb immer extra den starken Mann markiert, um sich keine Schwäche anmerken zu lassen: etwa beim Jagen, wo er sich mit übermäßig vielen getöteten Tieren brüstete. Während des Ersten Weltkriegs allerdings sei Wilhelm II. abgetaucht, so Jochen Oppermann.
Von der Antike bis ins 20. Jahrhundert hinein untersucht der Autor, wie Krankheiten das politische Handeln von Herrscherpersönlichkeiten beeinflusst haben.
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