Es ist eine kaum bekannte Geschichte: Ende des 18. Jahrhunderts wagen Salpetersieder und Freibauern im Hotzenwald, der damals zum Habsburgerreich gehörte, den Aufstand gegen die Obrigkeit.
Zur Strafe werden einige Rädelsführer hingerichtet, andere mit ihren Familien verbannt. Ins Banat, damals sumpfiges Niemandsland an anderen Ende Europas. „Salpetern“ wird zum Synonym für rebellisches Verhalten.
Als Autorin Sigrid Katharina Eismann, selbst in Temeswar in Rumänien aufgewachsen, erfährt, dass die Wurzeln ihrer Familie auf die Salpeterer zurückgehen sollen, macht sie sich im Hotzenwald auf die Suche.
In Ihrem Roman „Mein innerer Schwarzwald“ verknüpft sie die Geschichte der Aufständischen mit ihrer eigenen Jugend, in der ihre Familie auf eine Ausreise aus der rumänischen Diktatur nach Deutschland hofft. Eine Geschichte von Widerständigkeit und Entwurzelung.