Welche Bücher von Stephen King lohnen sich? Die besten Tipps für Horror-Fans und Einsteiger

Stephen King ist der Großmeister der Gruselromane. SWR1 Buchexperte Thomas Sachsenmaier hat die Bücher gelesen und für euch zusammengefasst, welches Buch sich wirklich lohnt.

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Von Autor/in Thomas Sachsenmaier

Einstieg in die Welt des Stephen King: Welches Buch sollte ich unbedingt lesen?

Der Roman "In einer kleinen Stadt" ist super für den Einstieg – es ist eher ein Thriller als Horror. Wir lernen die Stadt Castle Rock und all ihre dunklen Geheimnisse kennen. Und dann kommt ein gewisser Leland Gaunt in die Stadt und eröffnet den Laden "Needful Things". In diesem Laden bekommen alle Bewohner von Castle Rock genau das, nach was sie immer gesucht haben. Und das Beste ist: Das, was sie da kaufen wollen, das kostet nicht viel.

Aber nicht nur der Preis ist entscheidend – sie bleiben Leland Gaunt alle einen Gefallen schuldig. Wie sein erster Kunde Brian Rusk. Er muss seiner Nachbarin einen Streich spielen und ihre frisch gewaschenen Laken mit Schlamm bewerfen und ihre Fenster einschmeißen. Und so hetzt Lelant Gaunt ganz Castle Rock gegeneinander auf und alles steuert auf ein wirklich heftiges Finale zu. Das macht total Spaß beim Lesen. Es ist spannend, böse, aber nichts zum Gruseln im klassischen Sinne.

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Welches Stephen King-Buch sollte ich lesen, wenn ich es richtig gruselig will?

Ganz klar: "Friedhof der Kuscheltiere". Darin geht es um eine junge Familie, die auf's Land ziehen will. In der Nähe gibt es einen alten Tierfriedhof. Und was da vergraben wird, das kommt wieder zurück. Aber anders. Und dabei ist eine überfahrene Katze, die von den Toten wieder aufersteht, wirklich nur die Spitze des Eisbergs. Es ist richtig unheimlich.

Wenn du denkst, es kann nicht schlimmer werden, es wird schlimmer! Also ich hab‘s geliebt, aber schlafen konnte ich danach erstmal nicht.

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Welche Stephen King-Bücher kann ich mir sparen?

Ein Markenzeichen von Stephen King ist, dass er sehr ins Detail geht. Seine Bücher sind oft zwischen 700 und 1000 Seiten dick oder noch mehr. Bei der Reihe um den dunklen Turm fand ich es persönlich einfach zu viel. Da bin ich nicht rein gekommen. Für manche ist es komplett Kult, für mich war es wirklich gar nichts.

  • Bill Skarsgard als Pennywise in einer Szene des Films "Es" (Buchautor Stephen King).
    dpa Bildfunk Picture Alliance
  • Szene aus dem Film "Shining" mit Schauspieler Jack Nicholson
    picture-alliance / Reportdienste COLLECTION CHRISTOPHEL | NZ
  • Szene aus dem Film "Christine" (Buchautor Stephen King)
    picture-alliance / Reportdienste Everett Collection

Lohnen sich die bekannten Bücher "Es", "Shining" oder "Christine" ?

"Es" solltet ihr auf jeden Fall lesen, das ist ja wirklich der Grusel-Klassiker. Aber man muss Zeit mitbringen – es ist über 1.500 Seiten dick. Bei "Shining" würde ich immer mal wieder zwischendrin eine Pause einlegen, weil die depressive Stimmung und die Psychosen der Hauptfigur können einem schon hier und da aufs Gemüt schlagen. "Christine" kann man machen, muss man aber nicht. Ist meiner Meinung nach eines der schwächeren Bücher.