Album-Tipp

Ravel vom Orchestre National de France unter Cristian Măcelaru

Das Orchestre National de France, das noch selbst mit Ravel zusammengearbeitet hat, nahm dessen 150. Geburtstag zum Anlass für eine dreiteilige Konzertreihe mit sämtlichen Orchesterwerken des Komponisten mit Cristian Măcelaru am Pult. Jetzt hat das Label Naïve einen Mitschnitt der Aufführungen veröffentlicht.

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Von Autor/in Susanne Stähr

Zauberhaftes Zusammenspiel mit französischer Färbung

Wenn das Orchestre National de France und Cristian Măcelaru Ravel spielen, klingt alles einfach und natürlich.

Das Pariser Orchester bietet ein zauberhaftes Zusammenspiel. Die Bläser rufen und antworten, sie hören einander genau zu.

Der besondere Reiz ergibt sich aus dem unverwechselbaren Klang der Blasinstrumente. Ob es die Flöten sind, die Klarinette oder das Englischhorn: Sie alle haben diese besondere französische Färbung: weich, geschmeidig und wunderbar melodiös.

Le tombeau de Couperin, M. 68: IV. Rigaudon (Orchestration by Maurice Ravel, M. 68A/4)

Wunderwerk an Leichtigkeit

Cristian Măcelaru dirigiert Rigaudon aus Ravels „Le Tombeau de Couperin“ als Wunderwerk an Leichtigkeit. Die Rhythmen haben Brio und tänzerischen Elan, doch werden sie vom Orchester mit einer Schwerelosigkeit und Lässigkeit musiziert, die nie auf den Takt tritt oder auf den Boden stampft.

Noch verblüffender ist, dass man bei allem Überschwang jedes Instrument, jede einzelne Stimme hört, in delikaten Abmischungen. Dadurch wirkt dieser altfranzösische Tanz aus der Provence immer filigran.

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Autor/in
Susanne Stähr
Susanne Stähr
Künstler/in
Orchestre National de France, Cristian Măcelaru