Seit im Jahr 1999 die Regelung wegfiel, dass die teilnehmenden Nationen in ihrer jeweiligen Landessprache singen mussten, habe sich Englisch als internationale Sprachoption im Eurovision Song Contest durchgesetzt, erklärt SWR Kultur Redakteur Dominic Konrad im Gespräch.
Musik Sarah Engels gewinnt „Eurovision Song Contest – Das Deutsche Finale 2026"
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Das sei schade, denn gerade in den 1980er-Jahren sei man mit deutsch gesungenen Beiträgen von Katja Ebstein („Theater“), Wind („Lass die Sonne in dein Herz“ ) und natürlich mit Nicoles Gewinnertitel „Ein bisschen Frieden“ von 1982 sehr erfolgreich gewesen.
Ist Deutsch die hässlichste Sprache der Welt?
Deutsch hafte gerade in den Sozialen Medien der Ruf an, eine der „hässlichsten Sprachen der Welt“ zu sein. Studien belegten diese Behauptung jedoch nicht, eine klare Tendenz könne man nur erkennen, wenn Hörer*innen mit dem Deutschen eine unliebsame kulturelle Assoziation verbinden würden, erklärt Konrad.
Zumindest im eigenen Land sei Musik auf Deutsch auf dem Vormarsch: Das Spotify Wrapped von 2025 belege, dass insbesondere Deutschrap beim Streaming-Giganten eine große Fangemeinde hat. Unter den Top-Favoriten sind Künstler*innen wie Jazeek, Zartmann und Nina Chuba, aber auch der Partyschlager „Wackelkontakt“ des bayerischen Liedermachers Oimara.
Immerhin: Am Samstag, den 28. Februar wagen sich zwei Kandidaten mit deutschen Titeln in den Vorentscheid: der in München geborene Sänger BELA mit der beatgetriebenen Pop-Nummer „Herz“ und das Duo Ragazzki mit dem 80s-Italo-Disco-Titel „Ciao Ragazzki“ an. Alle anderen Kandidaten singen ihre Songs auf Englisch.