Der lange Weg von Charles Brown bis “Please Come Home For Christmas”
Charles Brown ist waschechter Bluesmusiker aus Texas. In den 1940er- und 1950er-Jahren ist er eigentlich immer auf Tour. Er schreibt viele klassische Blues Songs wie den "Driftin´ Blues" und später werden seine Songs von anderen auch häufig gecovert. Ray Charles betrachtet ihn sogar als eines seiner großen Vorbilder. Doch richtig reich wird er nicht. Seine Songs landen höchstens mal in den RnB-Charts.
Doch 1961, da gelingt ihm der große Wurf: Er schreibt ein extrem melancholisches Weihnachtslied: "Please Come Home For Christmas".
"Please Come Home For Christmas" ist Melancholie in Reinform
"Meine Freundin ist weg, ich habe keine Freunde, niemand wünscht mir ein frohes Weihnachtsfest."
Doch er hofft, dass sie zurückkommt, wenn nicht an Weihnachten, dann an Neujahr. Dann wird er auch wieder glücklich sein.
Typisch Blues eben: Es geht einem schlecht, aber die Hoffnung bleibt. Mit dieser Aufnahme landet er 1961 einen Hit in den Pop-Charts und verdient richtig viel Geld.
"Please Come Home For Christmas" und die erfolgreichen Cover-Versionen
Das Beste: Der Geldfluss versiegt nicht, weil immer wieder andere Künstler mit Erfolg seinen Song covern. Die Eagles oder Pat Banatar: Alle haben den "Weihnachts-Blues". 1992 landet Jon Bon Jovi mit seinem Titel ebenfalls in den Charts.