1944 sind in den USA Film-Musicals in Mode. Genau das Richtige, um im Kinosessel das Kriegsgeschehen des Zweiten Weltkriegs kurz zu vergessen. "Meet Me In St. Lours" ist zu der Zeit eines der großen Highlights dieses Genres.
Darin geht es um das Leben einer Familie in St. Louis, in der Hauptrolle Judy Garland, die man hier vor allem aus dem "Zauberer von Oz" aus dem Jahr 1939 kennt.
"Have Yourself A Merry Little Christmas" ist ein Kultklassiker aus der Musicalszene
Die Komponisten Hugh Martin und Ralph Blane werden beauftragt, drei Songs für das Musical "Meet Me In St. Lours" zu komponieren. Einer davon soll für eine traurige Szene sein, in der Judy Garland vor Weihnachten ihrer kleinen Schwester ein Schlaflied singt, um sie zu beruhigen: Sie sind beide unglücklich, weil die Familie nach New York umziehen soll. Für diese Szene komponieren Martin und Blane den Song "Have Yourself A Merry Little Christmas".
Sängerin Judy Garland gefällt der Text von "Have Yourself A Merry Little Christmas" nicht
Eine schöne Melodie, doch Garland ist vom Text entsetzt, den die beiden Komponisten Judy Garland vorlegen.
"Have yourself a merry little christmas. It may be your last. Next year we may all be living in the past" Übersetzt heißt es: "Mach dir eine schöne Weihnachtszeit, es könnte deine letzte sein, nächstes Jahr könnten wir alle Vergangenheit sein."
Garland schimpft darüber: "Das soll ich einem kleinen Mädchen vorsingen? Das bekommt man ja Albträume. Und so was Trauriges will doch im Krieg keiner hören."
"Have Yourself A Merry Little Christmas" wird verändert und positiver
Judy Garland setzt sich durch und die Komponisten müssen den Text umschreiben. In der neuen Version klingt der Text deutlich positiver: "Mach´ dir eine schöne Weihnachtszeit, lass dein Herz leicht sein. Nächstes Jahr werden all unsere Sorgen vergessen sein."
Kylie Minogue, Michael Bublé und auch Eric Clapton machen ihre Version von "Have Yourself A Merry Little Christmas"
Mit dem Update war Schauspielerin Judy Garland deutlich mehr zufrieden. Damit war es die Geburt eines der erfolgreichsten Weihnachtsklassiker überhaupt, der von vielen Interpreten aufgenommen worden ist. Unter anderem von Frank Sinatra, Ella Fitzgerald, Michael Bublé, Kylie Minogue. 2018 hat sogar Eric Clapton eine leicht bluesige Version beigesteuert.