Gesucht: Eine Single von Queen
1975 sind die Aufnahmen für das Queen-Album "A Night At The Opera" im Kasten. Jetzt stellt sich die wichtige Frage, welcher Titel zuerst als Single veröffentlicht werden soll.
Die Plattenfirma möchte dafür "I'm in Love With My Car" nutzen; die gesungene Liebeserklärung Roger Taylors an sein Auto. Sänger Freddie Mercury ist sauer. Er findet den Titel blöd und besteht darauf, dass sein Song "Bohemian Rhapsody" die Single wird.
Hits und Storys Queen – "Bohemian Rhapsody"
Songs von Queen sind normalerweise Teamwork. Bei "Bohemian Rhapsody" war es aber komplett anders. Freddie Mercury hatte das Stück von Anfang an komplett und fertig im Kopf.
Streit um "I'm In Love With My Car"
Irgendwann gibt die Firma nach, doch nun ist Schlagzeuger Taylor sauer. Sein Kompromissvorschlag: "I'm In Love With My Car" kommt auf die B-Seite der Platte. Doch Freddie will noch nicht mal das.
Sie zanken sich also, bis Taylor irgendwann zu einer drastischen – man könnte sagen Erpressungsmaßnahme – greift. Er klettert in einen Studioschrank, schließt die Tür und ruft: "Ich komme hier erst wieder raus, wenn du sagst, dass mein Titel die B-Seite wird!"
Roger Taylor setzt sich durch
Nach einigem Hin und Her stimmt Freddie schließlich zu und so erscheint die erste Singleauskopplung aus "A Night At The Opera" mit "Bohemian Rhapsody" auf der A-Seite und "I'm In Love With My Car" auf der B-Seite.
Die Plattenfirma hat trotzdem Angst, dass die Radiosender diesen langen komplizierten Titel namens "Bohemian Rhapsody" gar nicht erst spielen und erwartet einen Flop. Doch das Gegenteil passiert: Die Radio-DJs sind begeistert von Mercurys Meisterwerk und die Leute rennen in die Geschäfte, um sich die Single zu kaufen.
Tantiemen für Freddie und Roger
Schon beim Single-Verkauf kommen anständig Tantiemen in die Kasse. Klar, die Fans kaufen die Single wegen der A-Seite – aber Roger Taylor verdient mindestens genauso gut. Denn bei Tantiemen für eine Single ist es egal, welcher Song auf der A- oder B-Seite drauf ist, da wird einfach 50/50 gemacht.
Wer daran gar nichts verdient hat, sind Gitarrist Brian May und Bassist John Deacon. Das sorgte ein wenig für Unzufriedenheit. Doch die Band hält zusammen und ab Mitte der 1980er-Jahre teilen sie die Tantiemen von jedem neuen Queen-Song einfach unter allen vier Bandmitgliedern auf.