Der „Große Zapfenstreich“ als militärische Ehrenbezeugung ist aus dem einfachen Zapfenstreich der Landsknechte im 15. und 16. Jahrhundert hervorgegangen. Bei diesem wurde zur Nachtruhe mit dem Säbel auf den Zapfen der Bierfässer geschlagen (gestrichen), um damit das Ende des Ausschankes zu signalisieren. Prof. Sandra Richter, Direktorin des Deutschen Literaturarchivs in Marbach, blickt zurück auf die Wortgeschichte vom Zapfenstreich, der auch in der Literatur seine Spuren hinterlassen hat.