Europa League

"Großer Fight" beim Showdown in Porto: Der VfB Stuttgart will ins Viertelfinale

Der VfB Stuttgart muss im Rückspiel beim FC Porto einen Rückstand drehen. Nach dem hitzigen Hinspiel gehen die Schwaben angriffslustig in das Duell.

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Schafft der VfB Stuttgart nach dem 1:2 im Hinspiel noch den Sprung ins Viertelfinale der Europa League? Diese Frage wird am Donnerstag ab 21 Uhr beantwortet, wenn der Bundesligist im Achtelfinal-Rückspiel beim FC Porto antritt (live im Audiostream bei SWR Sport).

Alles oder nichts in Porto: Kapitän Atakan Karazor verspricht für das Wiedersehen mit dem portugiesischen Spitzenclub FC Porto "einen großen Fight". Ex-Stürmer Sreto Ristic, einer der Europapokal-Finalisten von 1998, glaubt trotz der 1:2-Niederlage im Hinspiel vor heimischer Kulisse noch an den Viertelfinaleinzug des VfB Stuttgart in der Europa League.

Ex-Profi Ristic ist optimistisch

Die Schwaben stehen unter Druck - und vor dem wichtigsten Spiel auf europäischer Bühne seit fast 30 Jahren. Ristic bestritt im bislang letzten internationalen Viertelfinale des VfB in der Saison 1997/98 sowohl das Hinspiel gegen Slavia Prag als auch das Rückspiel. Auch im Endspiel des Europapokals der Pokalsieger gegen Chelsea kam er unter dem damaligen VfB-Trainer Joachim Löw zum Einsatz (0:1). Die Erfahrung von damals sei für Verein und Spieler "kaum messbar" gewesen, sagte der aktuell vereinslose Trainer.

Für das Rückspiel in Porto zeigt er sich optimistisch. "Es ist nur ein Tor", sagte Ristic, der immer noch in der Traditionsmannschaft des VfB spielt. "Klar, Porto hat erfahrene Spieler und im Hinspiel abgezockt gespielt, aber Stuttgart kann sich belohnen."

VfB-Trainer Hoeneß: "Porto hat vielleicht mehr zu verlieren"

Ähnlich sieht das VfB-Trainer Sebastian Hoeneß: "Wenn wir das Spiel gewinnen, geht es auf jeden Fall in die Verlängerung. Und jeder hat gesehen, wie eng das Hinspiel war." Über die Ausgangslage zeigte der Coach sich nicht allzu besorgt. "Vielleicht ist Porto sogar in der Situation, dass sie aktuell mehr zu verlieren haben", so Hoeneß.

In jedem Fall wäre der Einzug ins Viertelfinale "für jeden Spieler etwas Besonderes, für den Klub sogar historisch", so der VfB-Trainer. Das Kribbeln sei daher spürbar: "Ich glaube es ist schon deutlich höher, als es bei anderen Spielen der Fall war."

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Partie ist "richtiges Endspiel" für Undav

VfB-Stürmer Deniz Undav setzte in der Pressekonferenz am Mittwochabend noch einen drauf und sprach vom "ersten richtigen Endspiel" seit dem gewonnenen DFB-Pokal-Finale in der vergangenen Saison. "Die Mannschaft ist heiß, wir wollen weiterkommen - es zählt nur der Sieg", so Undav.

Wechselhafte Auftritte des VfB Stuttgart

Einmal mehr stellt sich jedoch die Frage, wie gut der VfB in dieser Saison tatsächlich ist. Hin und wieder präsentiert er sich wankelmütig: Unter anderem folgte auf das furiose 4:1 bei Celtic Glasgow in der Zwischenrunde ein wildes 3:3 beim abgeschlagenen Bundesliga-Letzten 1. FC Heidenheim. Nach dem torhungrigen Auftritt gegen den ebenfalls abstiegsgefährdeten VfL Wolfsburg (4:0) spielte der VfB 2:2 in Mainz und kassierte das 1:2 im Hinspiel gegenPorto. 

Aber auch auf die Hinspielniederlage reagierte der DFB-Pokalsieger mit einem wichtigen 1:0 gegen RB Leipzig - ein klares Signal im Kampf um die Champions-League-Plätze in der Liga. "Wir können aus dem Spiel viele positive Aspekte für das Achtelfinal-Rückspiel in Porto mitnehmen", sagte Karazor. "Wir haben uns in jeden Zweikampf reingeschmissen. Genauso müssen wir das jetzt am Donnerstag auch wieder zeigen. Das ist die Herangehensweise und das wird jetzt auch für Porto richtig schwer." Zumal sich die Stuttgarter im ersten Duell immer wieder anstacheln ließen. Jetzt soll der Frust in positive Energie umgewandelt werden.

Es geht um "hopp oder top" für den VfB Stuttgart

Für den VfB geht es laut Sportvorstand Fabian Wohlgemuth in den kommenden Wochen um "Kleinigkeiten" - und im Saisonendspurt um "hopp oder top". Trainer Sebastian Hoeneß hofft, dass seine Mannschaft "vor allem mit so einem Sieg wie gegen Leipzig vielleicht wieder mehr Selbstverständnis im letzten Drittel" spürt. 

Die Stuttgarter brauchen einen Sieg mit zwei Toren Unterschied, um die nächste Runde zu erreichen. Dort würde am 9. und 16. April entweder der FC Midtjylland oder Nottingham Forest warten - und der Traum vom ersten großen europäischen Titel am Leben bleiben. "Ich glaube, dass die Zeit gekommen ist", sagte Ristic, "dass die Mannschaft das schaffen kann, was wir damals nicht geschafft haben." Seine Nachfolger um Karazor und Co. stehen dafür am Donnerstag in der Pflicht.

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SWR

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