Die Defensive der Gladiators Trier zeigte schon in den ersten Minuten des Spiels, was sie kann. Auch offensiv lief es - vor allem von der Drei-Punkte-Linie. Trier konnte seine Führung immer weiter ausbauen und gewannen nach starker Leistung mit 102:90. Der Aufsteiger steht mit nun 15 Siegen und 12 Niederlagen auf Platz acht der Basketball-Bundesliga und hat gute Aussichten auf die Playoffs.
Nach der Niederlage beim Auswärtsspiel vergangenen Sonntag gegen Bamberg wollten die Trierer gegen die zwei Plätze höher platzierten Würzburger wieder zu den Playoff-Plätzen aufschließen. Immer noch mit zwei Verletzten: Nolan Adekunle und Steven Ashworth fehlten wegen ihrer Bänderverletzungen.
Starke Trierer Defensive der Trierer prägt Spiel
In dem Spiel war direkt Feuer drin. Die ersten drei Punkte der Gäste konnten die Gladiators zwar nach knapp einer Minute nicht verhindern. Doch Jordan Roland legte direkt mit drei Punkten nach.
Trier verteidigte richtig gut und verhinderte einige Punkte der Gäste. Vor allem Zwei-Punkte-Würfe der Gastgeber verhinderte die heimische Defensive stark: Nur einer von sechs ging in den Korb. Unglücklich allerdings, dass die Trierer schon sehr früh im ersten Viertel die fünf Team-Fouls erreichten und den Gästen dadurch allein zehn Freiwürfe ermöglichten, wovon sechs rein gingen. Dennoch ging das Team von Trainer Jacques Schneider mit einer 21:17-Führung ins zweite Viertel.
Schnelles Spiel der Trierer lässt Gäste schwitzen
Die Gladiators machten das Spiel schnell. Das ließ die Gäste schon an einigen Stellen straucheln. Trier machte seiner Position als Team mit der besten Offensive der Basketball Bundesliga alle Ehre. George King mit elf Punkten in der ersten Hälfte. Auch Urald King, Jordan Roland und Clay Guillozet lieferten. Gepaart mit der starken Verteidigung ging Trier mit einer 45:39-Führung in die Kabine.
Bamberg offensiv zu stark Auswärtspleite: Gladiators Trier verlieren deutlich bei den Bamberg Baskets
Im Duell der beiden Überraschungsmannschaften zogen die Gladiators Trier den Kürzeren. Dabei war der Aufsteiger dem Pokalsieger nur im ersten Viertel wirklich gewachsen.
Viele Unterbrechungen heizen Stimmung auf
Die Arena kochte. Nicht zuletzt deshalb, weil die Schiedsrichter das Spiel ziemlich oft unterbrachen. Aber die Heim-Stärke der Trierer zeigte sich auch in der zweiten Halbzeit. Getragen von den Fans machten die Gladiators kurz nach Anpfiff die nächsten Punkte durch Clay Guillozet. Eineinhalb Minuten im dritten Viertel gespielt: Unsportliches Foul an Marten Linßen durch den Würzburger Alen Pjanic. Und Trier antwortete auch direkt mit drei Punkten durch Marco Hollersbacher zum 82:65 nach dem dritten Viertel.
Im vierten Viertel musste der Würzburger David Muenkat das Spielfeld verlassen - fünf persönliche Fouls gingen auf sein Konto. Gleiches galt kurz vor Schluss für seinen Team-Kameraden Charles Thompson.
Offensiv-Spektakel entscheidet Spiel für die Trierer
Zweieinhalb Minuten vor Schluss knackten die Gladiators die 100-Punkte-Marke. Dass es offensiv lief, zeigte auch ein Blick auf die Punkte-Tafel: Allein sechs Spieler der Trierer punkteten in diesem Spiel zweistellig. Vorne weg Jordan Roland mit 20 Punkten. Aber auch Urald King und George King zeigten eine 100-Prozent-Quote von der Drei-Punkte-Linie: Vier von vier Dreier-Würfen gingen in den Korb. Am Ende gewann Trier verdient mit 102:90.
Große Überraschung nach dem Spiel: Millionen-Investition in Trierer Basketball
Nach dem Sieg sorgte der Verein noch für eine Überraschung. Die Gladiators Trier wollen in Trier ein eigenes Trainingszentrum errichten - auch um Nachwuchs zu fördern. Das hat der Verein nach dem Spiel am Mittwochabend bekanntgegeben. Um das zu finanzieren, übernimmt der Hauptsponsor sämtliche Anteile der Gladiators Trier. Dieser Prozess soll bis Sommer abgeschlossen sein.
Das Trainings- und Leistungszentrum ist im Bereich des Trierer Stadtgebiets geplant - wo genau, soll noch in diesem Monat bekanntgegeben werden. Auf mehr als 10.000 Quadratmetern soll ein Trainingsgelände mit mehreren Hallen, eigenem Fitnessstudio und Büroräumen für den Trainerstab entstehen. Spätestens in zwei Jahren soll die Trainingshalle fertig sein. Der neue Vereinschef will nach eigenen Angaben mehr als 10 Millionen Euro investieren.