Der seit 16 Jahren regierende Ministerpräsident Viktor Orbán und seine Fidesz-Partei war in den Umfragen vor der Wahl deutlich unter Druck geraten. Und: Noch nie hatte Viktor Orbán einen so starken Herausforderer gehabt. Péter Magyar und dessen Tisza-Partei versprachen eine pro-europäische Wende und bessere Beziehungen zur EU.
Das hat bei den Ungarn offensichtlich gezogen: Mit einem Erdrutschsieg ging Magyar als Sieger aus der Wahl hervor.
Orbán und sein gespanntes Verhältnis zur EU
Orbán ging immer wieder auf Konfrontationskurs mit Brüssel. Das Verhältnis zur Europäischen Union war angespannt. Wegen Rechtsstaatsbedenken waren Milliarden an EU-Geldern eingefroren.
Was bedeute der Sieg von Péter Magyar jetzt für Ungarn und die EU? Das ordnet Stephan Ozsváth in SWR1 Leute ein. Vater Ungar, Mutter Rheinländerin. Er berichtete lange als ARD Südosteuropa-Korrespondent und hat über Orbán das Buch "Puszta-Populismus Viktor Orbán - ein europäischer Störfall?" geschrieben.