Es ist oft harte Arbeit, aber auch Kameradschaftlichkeit und Zusammengehörigkeit. Man wächst unfassbar und es macht Spaß. Das ist das, was mich persönlich treibt, weiter dranzubleiben.
THW Einsatz nach Gasexplosion in Stuttgart: Jana Schulte im Trümmerfeld
Die Helfer:innen des Technischen Hilfswerks (THW) werden zu den unterschiedlichsten Einsätzen gerufen. Jana Schulte schildert eindrücklich ihren Einsatz nach einer Gasexplosion 2023 in Stuttgart. Früh morgens wurde sie alarmiert und war als Gruppenführerin vor Ort.
Ein Haus einer Doppelhaushälfte war nahezu komplett in sich zusammengefallen. Teilweise habe es immer wieder an unterschiedlichen Stellen gebrannt. Die Aufgabe: eine vermisste Person finden. Viele der Helfer:innen wurden das erste Mal mit einem Szenario dieser Tragweite konfrontiert, erinnert sich Schulte. Die gesuchte Person konnte am Abend gefunden werden, war aber nicht mehr am Leben.
Es ist ein Mensch verstorben und es bleibt immer tragisch. Auf der anderen Seite habe ich den Auftrag erfüllt und wir konnten dieser Familie eine Gewissheit geben. Die hatten die Chance, Abschied zu nehmen. Das ist das Positive, das ich für mich daraus ziehe.
Psychische Belastung im THW Ehrenamt: Auch Helfer:innen können Hilfe brauchen
Wie geht man mit erschütternden Bildern nach solchen Einsätzen um? Wichtig sei auch für die Helfer:innen in sich reinzuhören und zu erkennen, wenn sie Gesprächsbedarf haben, meint Schulte. Reden sei sehr wichtig, um solche Ereignisse zu verarbeiten. Auch Aufschreiben könne helfen.
Ich bin nicht unverwundbar, sowohl körperlich als auch psychisch nicht. Man muss auf sich achten.
THW Einsatz bei der Flutkatastrophe im Ahrtal
Auch nach der Flutkatastrophe im Ahrtal 2021 war Jana Schulte mit dem THW vor Ort. Dabei traf sie auf Menschen, die eine "unfassbare Nacht" hinter sich hatten. Viele waren ohne Kontakt zu Angehörigen und wussten nicht, ob ihr Zuhause oder ihr Arbeitsplatz noch existierten. In dieser Situation sei Zuhören zunächst sehr wichtig gewesen.
Man kommt da nicht hin und hat Antworten, sondern man hat nur erstmal ein offenes Ohr. Das kann ich anbieten. Den Menschen keine Ratschläge geben, mit denen sie in dem Augenblick gar nichts anfangen können.
Auch um die eigenen Helfer:innen kümmert sich das THW in solchen Lagen. Wenn jemand nicht mehr nach Hause kam, weil Haus oder Wege zerstört wurden, war schnell eine Lösung gefunden.
Das Schöne am THW ist: Man kennt sich und man ist eine gewachsene Gruppe. Es gab gar nicht die Diskussion, dass am Ende einer übrig bleibt. Es war sofort klar: 'Ja, dann nehme ich dich und dich eben auch noch mit. So viel Platz hab ich zu Hause'. Man lässt niemanden zurück.
Krisenvorsorge bei Stromausfall: Wasser, Wärme, Vorräte
Welche Vorräte sollte ich für den Fall eines Stromausfalls zu Hause haben?
- Wasser: Vorräte anlegen, um mindestens ein bis zwei Tage ohne Leitungswasser auszukommen – auch für Körperhygiene.
- Wärme: Im Winter genügend warme Decken bereithalten.
- Lebensmittel: So bevorraten, dass man mehrere Tage ohne Einkauf übersteht. Idealerweise mit Sachen, die man auch ohne aufwändige Zubereitung essen oder mit einem Campingkocher zubereiten kann.
Ziel sei es, sich so weit vorzubereiten, dass man die ersten Tage ohne Hilfe über die Runden kommt. Auch ein Kurbelradio und Kerzen können sehr hilfreich sein. Für genauere Informationen, zum Beispiel welche Lebensmittel sich als Vorrat eignen, empfiehlt Jana Schulte die Broschüre des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK).