Die Wirtschaft in Baden-Württemberg hat sich laut vorläufigen Zahlen der Statistischen Landesämter deutlich schlechter entwickelt als Gesamtdeutschland.
Auf knapp 670 Milliarden Euro oder um 0,6 Prozent ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) geschrumpft. Das BIP ist der Gesamtwert aller im Land produzierten Waren und Dienstleistungen.
Baden-Württemberg fast Schlusslicht bei BIP-Entwicklung
Deutschlandweit wuchs die Wirtschaftsleistung preisbereinigt um 0,2 Prozent. Baden-Württemberg belegt damit Platz 15 aller Bundesländer. Nur im Saarland schrumpfte das BIP 2025 noch stärker (-0,9 Prozent). Rheinland-Pfalz liegt mit -0,5 Prozent knapp vor Baden-Württemberg.
Vor allem die Industrie in Baden-Württemberg schwächelte laut Angaben der Statistiker. Im verarbeitenden Gewerbe ist die Wirtschaftsleistung den Zahlen zufolge um 2,6 Prozent zurückgegangen. Im Baugewerbe liegt das Minus bei 5,3 Prozent.
Die Dienstleistungsbranche trug demnach mit einem Wachstum um 0,4 Prozent zur Stabilisierung der Gesamtwirtschaft in Baden-Württemberg bei.
BW trägt 15 Prozent zur gesamtdeutschem BIP bei
Obwohl das BIP in Baden-Württemberg so stark wie in fast keinem anderen Bundesland geschrumpft ist, hat Baden-Württemberg nach wie vor einen bedeutenden Anteil an der gesamtdeutschen Wirtschaftsleistung. Die knapp 670 Milliarden Euro an Wertschöpfung, die in Baden-Württemberg erzeugt worden sind, entsprechen einem Anteil von knapp 15 Prozent am gesamtdeutschen BIP.
Jede erwerbstätige Person in Baden-Württemberg erwirtschaftete laut den Statistikern über 104.000 Euro. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung ergibt sich ein nominales BIP in Höhe von über 59.000 Euro pro Kopf.