Nachrichten für Baden-Württemberg

Das war der BW-Newsticker am Dienstagmorgen: Tausende Lebensmittel müssen nach Stromausfall entsorgt werden, S21 verzögert sich weiter deutlich, Ermittlungen gegen Freunde nach tödlichem Unfall im "Miramar"

Kurz und informativ - das Wichtigste für den Morgen und den Tag. Aktuelle Nachrichten für Baden-Württemberg live in unserem SWR Aktuell Newsticker, heute von Simon Ukena.

Teilen

Stand

Von Autor/in Simon Ukena

Tschüss!

Es ist 10 Uhr - das war der BW-Newsticker für heute. Habt noch einen schönen Tag. Morgen ist ab 6 Uhr meine Kollegin Janey Schumacher für euch da. Bis dahin gibt es die Nachrichten für Baden-Württemberg wie gewohnt unter SWRAktuell.de/bw, in der SWR Aktuell App, in unserem Newsletter am Morgen, auf WhatsApp, bei Instagram, Facebook, TikTok oder YouTube und natürlich auch im Radio und TV.

Mit dem Fahrrad zur WM in die USA

21 Monate lang immer nach Osten - auch Hochwasser konnte ihn nicht stoppen: Jakob Alberti ist von der Karlsruher Pyramide bis in die USA geradelt, um die Fußball-WM zu sehen. Seit August 2024 ist er unterwegs - mit dem Fahrrad um die Welt. Der KSC-Fan startete vom Karlsruher Marktplatz aus und hatte von Beginn an ein klares Ziel: immer gen Osten radeln und am Ende auf der anderen Seite der Pyramide wieder ankommen. Schon beim Packen stand für ihn fest: Das Fußballtrikot des Karlsruher SC muss mit auf die Reise. Mittlerweile hat Alberti mehr als 25.000 Kilometer durch 27 Länder auf vier Kontinenten zurückgelegt und ist in Texas (USA) angekommen. Seine Route führte über Österreich in die Balkanstaaten, weiter Richtung Türkei, in die Vereinigten Arabischen Emirate, bis nach Indien, Thailand und Australien. Von dort ging es weiter in die Vereinigten Staaten - pünktlich zur Fußball-WM, wie er es geplant hatte. "Ich hatte diese Länder vorher noch nie bereist", berichtet Jakob Alberti dem SWR. "Es war ein Radeln ins Ungewisse."

Badeseen im Süden von BW mit guter Wasserqualität - bis auf eine Ausnahme

Wer in der Region Oberschwaben oder rund um den Bodensee baden will, kann sich freuen: Die meisten Badeseen in Oberschwaben und rund um den Bodensee haben laut Landesgesundheitsministerium eine sehr gute Wasserqualität. Einzig der Metzisweilerweiher bei Bad Wurzach (Kreis Ravensburg) wurde erneut mit "mangelhaft" bewertet. Dort waren in der vergangenen Badesaison mehrere Wasserproben mikrobiologisch auffällig, weshalb weiterhin vom Baden abgeraten wird. Die Stadt Bad Wurzach und Landratsamt Ravensburg suchen gemeinsam nach der Ursache und entnehmen regelmäßig neue Proben. Die übrigen 74 untersuchten Badeseen in den Kreisen Ravensburg, Biberach und im Bodenseekreis erhielten eine ausgezeichnete Bewertung. Grundlage sind Messungen aus den Badesaisons 2022 bis 2025, die auch in einer interaktiven Karte des Ministeriums einsehbar sind.

Nach Äußerungen gegen Merz: Was darf man über Spitzenpolitiker sagen?

Nach mehreren Social Media-Kommentaren gegen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatten Gerichte in der Region Heilbronn zuletzt alle Hände voll zu tun. So entschied etwa das Amtsgericht Öhringen (Hohenlohekreis), dass ein Mann für die Beleidigung "Lügenfritz" eine Geldstrafe von 450 Euro bezahlen muss - in einem anderen Fall betitelte die Staatsanwaltschaft Heilbronn die Bezeichnung "Pinocchio" als "zulässige Machtkritik". Nach Einschätzung des SWR Rechtsexperten Max Bauer sollte juristisch genauer festgelegt werden, was als Beleidigung strafbar ist. "Selbst Juristinnen und Juristen wissen nicht ganz genau, was geht, was geht nicht", so Bauer. Er ist überzeugt davon, dass man einen Beleidigungstatbestand schaffen könne, "der wirklich die Meinungsfreiheit großflächig schützt und trotzdem auch Persönlichkeitsrechte schützt". Die jetzige Rechtslage könne das nicht so gut leisten.

Europa-Park und ESA vertiefen Zusammenarbeit

Im Europa-Park in Rust soll ein neuer Themenbereich rund um das Weltall entstehen. Die Achterbahn "Euro-Mir" wird dafür abgebaut (und später mit neuer Technik wieder aufgebaut), an ihrer Stelle sind zwei neue Attraktionen geplant. Für das Vorhaben hat der Park die Europäische Weltraumorganisation ESA als Partnerin gewonnen, beide Seiten unterzeichneten eine entsprechende Absichtserklärung in Rust. Europa-Park-Chef Roland Mack sprach von einer "großen Chance" und betonte, er sei stolz, gemeinsam mit der ESA planen zu dürfen. Die Raumfahrtbehörde hofft, über den Europa-Park noch bekannter zu werden. Vor allem Kinder sollen für Raumfahrt und Technik begeistert werden: Geplant sind Bildungsangebote, Events und weitere Erlebnisformate im künftigen Weltraum-Themenbereich. Sowohl der Europa-Park als auch die ESA feierten im vergangenen Jahr ihr 50-jähriges Bestehen.

Stromausfall nach Brand - Märkte entsorgen Lebensmittel

Ein Supermarkt in Wannweil im Landkreis Reutlingen ist von dem Stromausfall betroffen. Tausende gekühlte Lebensmittel müssen voraussichtlich entsorgt werden.
picture alliance/dpa | Jason Tschepljakow

Der großflächige Stromausfall nach dem Brand in einem Umspannwerk in Reutlingen hat auch Folgen für den Einzelhandel: In Supermärkten müssen zahlreiche Lebensmittel entsorgt werden. In einem Markt in Wannweil bei Reutlingen stehen bereits Behälter für die Entsorgung bereit. Betroffen seien vor allem leicht verderbliche Waren. "Auf jeden Fall wegwerfen müssen wir Molkereiprodukte wie Käse, Milch und Joghurt", sagte Mitarbeiter Jonas Hönle. Bei Tiefkühlprodukten werde die Entwicklung zunächst beobachtet. Sollte die Stromversorgung nicht zeitnah wiederhergestellt werden, müssten auch diese Waren entsorgt werden. Die betroffenen Produkte würden abgeschrieben und weggeworfen. "Wir werden morgen auch nicht angeliefert", sagte Hönle. Der Schaden sei sehr hoch. Hönle sprach von mehreren Tausend Euro.

Keine Sabotage bei Zugunglück in Schwäbisch Gmünd

Bei dem Zugunglück in Schwäbisch Gmünd am Ostersonntag geht die Bundespolizei inzwischen nicht mehr von Sabotage aus. Wie die Gmünder Tagespost berichtet, könnte eher der Ast eines Baumes den Riss der Oberleitung verursacht haben. Ein Zug wurde dadurch frühmorgens beschädigt und musste stoppen. Verletzt wurde niemand. Die Bahnstrecke bei Schwäbisch Gmünd blieb den ganzen Tag gesperrt.

Rangierhelfer am Bahnhof Bruchsal von Zug erfasst

Am Bahnhof Bruchsal (Landkreis Karlsruhe) ist gestern ein 45-jähriger Rangierhelfer der Eisenbahn-Verkehrsgesellschaft Mannheim von einem heranfahrenden Güterzug auf einem Nebengleis erfasst und verletzt worden. Er hatte zuvor an einem Gleis die Abfertigung eines Zuges übernommen. Der Mann wurde leicht verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Der Zugverkehr war zeitweise eingestellt, inzwischen ist der Bahnhof laut Polizei wieder freigegeben. Die Bundespolizei geht von einem Unfall aus, ermittelt aber wegen Gefährdung des Bahnverkehrs und zur genauen Unfallursache.

78-Jähriger durch Zusammenstoß mit Straßenbahn getötet

In Ulm ist gestern ein 78-jähriger Radfahrer mit einer Straßenbahn zusammengestoßen. Der Radler wurde von einem Notarzt versorgt, starb aber noch am Unfallort. Ein Rettungshubschrauber hatte den Notarzt zur Unfallstelle geflogen. Wie die Polizei heute früh mitteilte, wollte der Radler trotz roter Ampel wohl einen Bahnübergang an der Böfinger Steige überqueren und achtete dabei nicht auf das Schienenfahrzeug. Der 50-jährige Fahrer der Straßenbahn leitete noch eine Bremsung ein. Dennoch erfasste die Bahn den 78-Jährigen frontal.

Nach Gasalarm: Schulunterricht in Eppingen fällt heute aus

Die Rückkehr nach den Pfingstferien fiel an der Burgbergschule in Eppingen-Richen (Kreis Heilbronn) im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Laut Stadt hat es dort während der schulfreien Zeit im Technikraum einen Kurzschluss, einen Wasserleitungsschaden und dazu noch ein Gasleck gegeben. Noch vor Unterrichtsbeginn habe die Schulleiterin gestern den auffälligen Gasgeruch bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Laut Angaben der Einsatzkräfte stand das Wasser bereits bis zu zwei Meter hoch. Die Schülerinnen und Schüler seien in Sicherheit gebracht worden - heute wird der Unterricht an der Grundschule aber ausfallen. Bis Mittwoch sollen Strom und Wasser wieder zur Verfügung stehen, hieß es von Seiten der Stadt. Die Gasleitung bleibe dagegen voraussichtlich noch einige Wochen betriebsunfähig.

Stromversorgung wird nach und nach wiederhergestellt

Nach dem Brand in einem Umspannwerk mit großflächigem Stromausfall in Reutlingen sind laut Netzbetreiber weitere Haushalte wieder mit Strom versorgt. In den Gemeinden Kirchentellinsfurt und Wannweil konnten wieder große Teile der betroffenen Wohngebiete provisorisch versorgt werden sowie auch einzelne Gewerbegebiete, wie Netze-BW mitteilte. "Die Stromversorgung erfolgt derzeit weiterhin provisorisch. Bürgerinnen und Bürger in den betroffenen Gebieten werden deshalb gebeten, den Stromverbrauch vorerst auf das notwendige Maß zu reduzieren." Im Laufe des Vormittags werde es weitere Informationen geben. "Die Reparaturarbeiten im Netz laufen unverändert intensiv weiter", hieß es weiter. "Ziel ist es, die reguläre Versorgung schnellstmöglich wiederherzustellen."

Was tun bei einem Stromausfall?

Rund 30.000 Menschen waren laut Schätzungen gestern vom Stromausfall in Reutlingen betroffen. Zwar ist die Energieversorgung in zahlreichen Haushalten wieder hergestellt - dennoch bitten die Behörden Betroffene, sparsam mit dem Strom umzugehen. Aber was sollte man tun? Generell hilft es bei einem längeren Stromausfall, einige Geräte vom Netz zu nehmen. Vor allem Computer, Fernseher oder andere empfindliche Elektronik, die durch Spannungsschwankungen beim Wiedereinschalten beschädigt werden kann. Wie ihr euch auf einen Blackout vorbereiten könnt und wie ihr euch dabei am besten verhaltet, hat euch mein Kollege Hans Liedtke aufgeschrieben:

Tipps beim Blackout Stromausfall in Reutlingen: Was du bei einem Blackout wissen solltest 🔌

Licht aus, Handy-Akku leer, kein WLAN: Der Stromausfall in Reutlingen zeigt, wie abhängig wir vom Stromnetz sind. Was du bei einem Blackout beachten solltest.

Millionenschaden: Sportwagen geht in Flammen auf

In der Nähe von Gernsbach (Kreis Rastatt) ist am Sonntagabend ein Sportwagen ausgebrannt. Laut Polizei konnte der Fahrer das Auto noch abstellen und sich in Sicherheit bringen, wurde aber leicht verletzt. Der aktuelle Wert des Autos - ein zehn Jahre alter McLaren P1 - wird auf 1,7 Millionen Euro geschätzt. Die Ursache für den Brand ist bislang noch unklar.

Sportwagen im Wert von 1,7 Millionen Euro ausgebrannt

Ortsschild mit Schreibfehler gestohlen

Neun Jahre lang fiel der Fehler offenbar niemandem auf: An der Ortseinfahrt von Rappach in der Gemeinde Bretzfeld (Hohenlohekreis) stand seit 2017 auf einem Schild statt "Hohenlohekreis" schlicht "Hohelohekreis". Seit einem Bericht der Heilbronner Stimme im Juni sorgte das fehlende "N" für Aufmerksamkeit. Und jetzt ist das fehlerhafte Schild plötzlich verschwunden. Das teilte die Gemeinde auf SWR-Anfrage mit. "Tatsächlich wurde das Schild zwischenzeitlich entwendet", und das noch bevor es ausgetauscht und vom Ordnungsamt eingestampft werden konnte, erklärt Benjamin Offenberger, Hauptamtsleiter der Gemeinde Bretzfeld. Auch, wenn es eigentlich vernichtet werden sollte, handele es sich hierbei um Diebstahl und ist kein Kavaliersdelikt. Demnach wurde der Diebstahl auch zur Anzeige gebracht, heißt es.

Leiche in Koffer entsorgt: Prozessbeginn gegen 51-Jährigen

Am Stuttgarter Landgericht muss sich ab heute ein 51-jähriger Mann verantworten. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart wirft ihm vor, im Sommer 2025 eine 39-jährige Frau in seiner Wohnung in Filderstadt (Kreis Esslingen) getötet zu haben. Die Leiche soll er anschließend in einem Rollkoffer versteckt und diesen unter einer Brücke in der Nähe eines Spielplatzes in Filderstadt-Bonlanden abgelegt haben. Unter dieser Brücke lag offensichtlich sehr viel Müll und Sperrmüll. Einer Anwohnerin war dort allerdings ein starker Geruch aufgefallen, als sie in der Nähe mit ihren Hunden unterwegs war. Die Frau hatte daraufhin nicht die Polizei, sondern den Bauhof der Stadt Filderstadt informiert. Als Quelle des Geruchs entdeckten die Bauhofmitarbeiter die Leiche der Frau im Rollkoffer.

28-Jährige stirbt bei Motorradunfall auf B44

Gestern Nachmittag ist es laut Polizei auf der B44 bei Mannheim, auf Höhe der Anschlussstelle zur A6 zu einem tödlichen Zusammenstoß zwischen einer 28-jährigen Motorradfahrerin und einem 45-jährigen Lkw-Fahrer gekommen. Trotz sofort eingeleiteter Wiederbelebungsmaßnahmen starb die Frau noch am Unfallort. Wie genau es zu dem Unfall kam, ist laut derzeitigem Ermittlungsstand noch unklar.

Mysteriöser Manta-Fund: Zeugin meldet sich bei Polizei

Vor etwas mehr als einer Woche hat ein Angler im Kreis Neu-Ulm für Aufsehen gesorgt, als er einen Opel Manta aus den 1970er Jahren in der Donau entdeckte. Des Technische Hilfswerk konnte den Oldtimer bergen, woher das Auto stammte, blieb zunächst unklar - möglicherweise bis jetzt. Wie die Polizei mitteilte, habe sich inzwischen eine Zeugin zu dem Fall gemeldet. Der Opel Manta soll ihrem damaligen Ehemann aus den USA gehört haben. Der Wagen sei ihm 1972 gestohlen worden. Wenig später sei der Mann zurück in die USA gezogen. Ob es sich tatsächlich um das selbe Fahrzeug handelt und wie es in der Donau gelandet ist, werde nun weiter ermittelt, heißt es vom Polizeipräsidium Schwaben Süd/West.

Kühleres Wetter macht sich in BW breit

Es wird wechselhafter und kühler: Heute treten zunächst schauerartige Regenfälle auf, die später nachlassen. Im Laufe des Nachmittags lockern die Wolken dann auf, dazu weht teils mäßiger und böiger Westwind. Die Temperaturen steigen auf 14 Grad im Hochschwarzwald und bis 21 Grad im Rhein-Neckar-Raum.

Das aktuelle Wetter für euren Ort findet ihr jederzeit in unserer SWR Aktuell-App oder auf unserer Wetter-Seite. Den Wetterbericht von gestern Abend könnt ihr hier anschauen:

Rutschenunfall im "Miramar": Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung

Nachdem am Pfingstsamstag ein Rutschengang im Freizeitbad "Miramar" in Weinheim (Rhein-Neckar-Kreis) für einen 25-jährigen Mann tödlich endete, richten sich die Ermittlungen nun auf drei Bekannte des Verstorbenen. Wie die Staatsanwaltschaft Mannheim mitteilte, wird gegen die drei Begleiter des Toten wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Nach bisherigen Erkenntnissen rutschten die vier Männer gemeinsam und damit entgegen der Baderegeln. In einem unteren Teil der Rutsche stießen sie zusammen, woraufhin der 25-Jährige bewusstlos wurde und trotz Reanimierungsmaßnahmen später in einem Krankenhaus starb. Eine Obduktion brachte laut Staatsanwaltschaft Mannheim noch kein Ergebnis. Um die Ursache zu klären, seien weitergehende feingewebliche Untersuchungen nötig, die bereits in Auftrag gegeben wurden. Mit Ergebnissen wird erst in einigen Wochen gerechnet.

Weinheim

25-Jähriger nach Zusammenstoß gestorben Nach Rutschen-Unfall in Miramar: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Freunde des Toten

Nach dem Unfall im Freizeitbad Miramar ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die drei Bekannten des Verstorbenen. Sie waren entgegen der Baderegeln gleichzeitig in der Rutsche.

Stuttgart 21 wird wohl erst 2031 vollständig in Betrieb genommen

Stuttgart 21 soll nach SWR-Informationen aus Kreisen der Projektpartner erst im Dezember 2031 vollständig in Betrieb gehen. Grund sind demnach massive Probleme mit falsch verlegten Kabeln, Defizite bei der Notstromversorgung sowie Baumängel an Bahnsteigen und Bahnsteigfliesen im Tiefbahnhof. Laut Insider-Kreisen werden für die vollständige Eröffnung rund fünf weitere Jahre benötigt. Bereits Ende 2025 hatte Bahn‑Chefin Evelyn Palla mit einer "Notbremse" auf die Probleme reagiert und eine erneute Verschiebung des Gesamtprojekts angekündigt. Seitdem wurden die Geschäftsführer von Stuttgart 21 ausgetauscht, eine interne Revision läuft. Schon im Februar hatten Insider dem SWR bestätigt, dass sich die Gesamtinbetriebnahme nicht nur um Monate, sondern um Jahre verzögern werde. Unklar war bislang der konkrete Termin.

Stromausfall in Reutlingen: Bundesinnenminister geht von Brandanschlag aus

Nach einem Brand in einem Umspannwerk gestern Morgen ist in Teilen von Reutlingen der Strom ausgefallen. Oberbürgermeister Thomas Keck (SPD) sprach von 7.600 Haushalten ohne Strom. Wie die Feuerwehr Reutlingen gestern Abend mitteilte, sei die Versorgung in den Ortsteilen Betzingen, Ohmenhausen, Kirchentellinsfurt und Wannweil größtenteils wieder hergestellt - die Versorgung erfolge derzeit jedoch noch provisorisch. Industriegebiete und gewerbliche Kunden seien hingegen noch weitgehend ohne Stromversorgung. Nach Einschätzung des Bundesinnenministeriums war ein Brandanschlag die Ursache für den Stromausfall. Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) sagte im ZDF, dass nun "in alle Richtungen" ermittelt werde. Landesinnenminister Manuel Hagel (CDU) verdeutlichte bei einer Pressekonferenz vor Ort, dass das Land Baden-Württemberg "diesen Terror" mit aller Härte verfolgen würde. Doch zunächst hätten die Wiederherstellung der Stromversorgung für Menschen und Unternehmen sowie die Instandsetzung der beschädigten Infrastruktur Priorität.

Guten Morgen!

Nach dem mutmaßlichen Brandanschlag auf ein Umspannwerk in Reutlingen haben immer noch viele Menschen und Unternehmen keinen Strom. Danach schauen wir gleich. Außerdem gibt es Verzögerungen bei der Eröffnung von Stuttgart 21 - again.

Ich bin Simon Ukena und ich versorge euch heute bis 10 Uhr mit den wichtigsten Nachrichten aus und für Baden-Württemberg. Bei Fragen, Wünschen, Lob und Kritik - schreibt mir gerne eine Mail an newsticker-bw@SWR.de.

SWR-Redakteur Simon Ukena
SWR-Redakteur Simon Ukena Patricia Neligan
Baden-Württemberg

Das war BW-Newsticker am Montag ++ Verdacht auf Brandstiftung bei Stromausfall in Reutlingen ++ Vermisster 15-Jähriger aus Kehl wiedergefunden ++ Landliebe in Heilbronn schaltet Maschinen ab ++

Kurz und informativ - das Wichtigste für den Morgen und den Tag. Aktuelle Nachrichten für Baden-Württemberg live in unserem SWR Aktuell Newsticker.

Guten Morgen Baden-Württemberg SWR1 Baden-Württemberg