Synode der württembergischen Landeskirche

Evangelische Landeskirchen in BW: Synoden-Präsidentin rät zu "Fernziel" Fusion

In der württembergischen Landeskirche hat die Präsidentin der Synode, Sabine Foth, geraten, eine Fusion mit dem badischen Pendant "anzubahnen". Sie schlug erste Schritte vor.

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Die evangelische Landeskirche in Württemberg hält eine Zusammenführung mit der badischen Landeskirche langfristig offenbar für wünschenswert. Es gelte, "das Fernziel einer Fusion beider Landeskirchen achtsam in Gesprächen mit dem badischen Präsidium auszuloten und anzubahnen und dabei auch die Erfahrungen anderer Landeskirchen diesbezüglich in den Blick zu nehmen", sagte die Präsidentin der württembergischen Landessynode, Sabine Foth, am Samstag in Stuttgart zum Abschluss der 16. Landessynode.

Foth wirbt für mehr Kooperation mit badischer Landeskirche

Foth regte an, zunächst könnte man "mit der badischen Landessynode gemeinsame Tagungen der Ausschüsse und gegebenenfalls auch der beiden Landessynoden" terminieren. Es gehe darum, "zwischen den Synoden weiterzukommen", so die Synodenpräsidentin. Die Synode ist quasi das "Parlament" der Landeskirche. Das Plenum tagte seit Donnerstag in Stuttgart.

Bislang habe es bereits kleine Schritte wie die "gelungene Fusion" der Archive und Bibliotheken der württembergischen und der badischen Landeskirche zum 1. Januar 2025 gegeben, sagte Foth. Ziel dieser Fusion war es nach Angaben der Landeskirchen, langfristig Kosten zu sparen. Vorausgegangen waren eine dreijährige Planung und Vorbereitung.

"Umdenken, Neues ausprobieren" - Synode wird neu gewählt

Foth sagte, ihr Wunsch sei der "Blick über den württembergischen Tellerrand": "Von unseren Gemeinden fordern wir umzudenken, Neues auszuprobieren, Flexibilität und Offenheit." Sie hoffe, "dass diese Haltung weiterwächst".

Die Synodenpräsidentin formulierte ihre Äußerungen zu einer vertieften Zusammenarbeit mit der badischen Landeskirche als "eine Empfehlung" an die nächste - dann 17. - württembergische Landessynode, die am 30. November von den Mitgliedern der Landeskirche neu gewählt wird.

Die württembergische Landessynode wird alle sechs Jahre direkt von den Gemeindegliedern gewählt. Damit ist die württembergische Landeskirche die einzige Kirche innerhalb der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die nach dem Prinzip der Urwahl ihre Mitglieder in die Synode wählt. Die 16. Landessynode hat sich 2020 konstituiert, dies war ihre letzte Plenartagung.

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SWR

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